Auf den Spuren von Harry Potter

Die Harry Potter Filme, basierend auf den Bestseller-Romanen von J. K. Rowling, handeln von den Abenteuern des jungen Zauberers Harry Potter und dessen Freunden in der Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei. Harry Potter ist viel durch Großbritannien gereist und die Drehorte in England, Schottland und Wales kann man leicht selbst entdecken.

 

Harry Potter Drehorte in Schottland und Wales

Auf nach Hogwarts: Viadukt Glenfinnan bei Lochaber, Schottland

Das 30m hohe Glenfinnan Viadukt ist in mehreren Harry Potter Filmen auf dem Weg nach Hogwarts zu sehen - der Schule für Hexerei und Zauberei.  An Bord der Jacobite Dampfeisenbahn kann man genauso wie Harry und seine Freunde eine Reise durch diese zauberhafte Landschaft antreten. Im Film mimte der Dampfzug übrigens den Hogwarts Express.

Wer entdeckt den Ort auf dem Viadukt, wo Arthur Blues babyblauer Ford Anglia in „Harry Potter und die Kammer des Schreckens“ landet? Der Kopf der Weasley-Familie hat den Wagen so umgebaut, dass acht Personen, sechs Koffer, zwei Eulen und eine Ratte hineinpassen.

Glenfinnan Viaduct, Highlands, Scotland
Glenfinnan Viaduct, Highlands, Scotland © VisitBritain / Joe Cornish

Quidditch-Spiele und mehr: Glencoe in Argyll, Schottland

Die natürliche Dramatik der schottischen Highlands bildete eine perfekte Kulisse für die ersten beiden Harry Potter-Filme. Die Quidditch-Spiele – einer Art Ballsport auf Hexenbesen – hat man unmittelbar vor Glen Nevis gefilmt. Wer “Harry Potter und der Feuerkelch” gesehen hat, erkennt sofort die atemberaubenden Steall Falls aus dem Trimagischen Turnier wieder.

Erst kürzlich hat man die Region zu Schottlands romantischstem Tal gewählt. Der landschaftlich reizvolle Ort lädt zu einem längeren Aufenthalt ein: Es gibt eine Menge an Ferienhäusern und Cottages und Wanderfans haben hier sehr gute Einstiegsmöglichkeiten in die Highlands.

Glencoe, Highlands, Scotland
Glencoe, Highlands, Scotland © VisitBritain / Joe Cornish

Shell Cottage: Freshwater West in Pembrokeshire, Wales

Dieser Strandabschnitt mit goldenem Sand war der Schauplatz für Bill Weasley und Fleur Delacours „Shell Cottage“ im Film “Harry Potter und die Heiligtümer des Todes”. Als Harry sich in diesem verrückten Cottage wiederfindet, kann er nichts hören außer Ebbe und Flut. Obwohl das Cottage nach den Dreharbeiten wieder abgebaut wurde, kann man hier trotzdem auf den Spuren von Harry und seinen Freunden wandeln.

Wer den richtigen Zeitpunkt erwischt, sieht unweit vom Strand Surfer, die meisterhaft auf den Wellen der starken Riss-Strömung reiten.  Der nach Südwesten ausgerichtete Ort rühmt sich der besten Wellen in ganz Wales.

Fresh Water West, Wales
Fresh Water West, Dyfed, Wales © VisitBritain / Britain on View

Harry Potter Drehorte in England

Professor McGonagalls Klassenzimmer: die Kathedrale in Durham in England

Im Kapitelsaal (“Chapter House”) der Kathedrale von Durham zeigt Professor McGonagall den jungen Zauberern, wie man Tiere in Wasserkelche verwandelt.

Andernorts kann man die prunkvollen Kreuzgänge der normannischen Kathedrale bewundern, die den schneebedeckten Innenhof darstellten, in dem Harry die Eule Hedwig im ersten Film “Harry Potter und der Stein des Weisen” fliegen lässt.

Hier ist es auch, wo Ron Weasely in “Harry Potter und die Kammer des Schreckens” Opfer seines eigenen Fluchs wird und (richtig eklige) Nacktschnecken spuckt.

Durham Cathedral, County Durham, England
Die Stadt Durham in Nordengland © VisitEngland / Thomas Heaton

Ruhe bitte! Bibliothek und Krankenhaus von Hogwarts: Die Bibliothek Bodleian sowie das Christ Church College in Oxford, England

Die prächtige Universitätsbibliothek Bodleian in Oxford datiert zurück bis ins Jahr 1602 und war in drei Harry Potter-Filmen zu sehen. Die mittelalterliche Teilbibliothek Duke Humfrey dieser fast schon heiligen Institution war die Kulisse für die Bibliothek in Hogwarts. Das nebenan gelegene, kunstvoll gewölbte Bauwerk der Divinity School diente im Film als Krankenhaus von Hogwarts. Zauberschüler werden hier für allerlei Schrammen eingewiesen – etwa bei Stürzen von Hexenbesen oder nach dem Anfassen verhexter Opal-Ketten.

Etwa zehn Gehminuten entfernt liegt das Christ Church College – der erste Eindruck von Hogwarts. Harry und die anderen Zauberschüler des ersten Jahres steigen hier die Steintreppe aus dem 16. Jahrhundert zum Rittersaal hinauf.  


Bodleian Library in der Universitätsstadt Oxford, Engalnd // Foto VisitEngland / Experience Oxfordshire

Besenflugstunden: Alnwick Castle in Northumberland, England

Im ersten Film findet Madame Hoochs Unterricht im Besenflug im äußeren Burghof des mittelalterlichen Alnwick Castles statt.  Wer mag, kann es selbst einmal ausprobieren – denn Besentraining ist im Eintrittspreis enthalten. Man kann hier außerdem eine Zaubershow ansehen oder auf eine kostümierte Tour gehen: Hier erfährt man allerhand Interessantes, was sich hinter den Kulissen des Filmdrehs abgespielt hat.

Wer außerdem ein Fan der Fernsehserie Downton Abbey ist, kommt hier doppelt auf seine Kosten: In der Ausstellung des Schlosses sieht man Fotos, Kostüme und Requisiten aus dem „Christmas Special 2014“, das hier gefilmt wurde.

Alnwick Castle, Northumberland, England
Alnwick Castle in der Grafschaft Northumberland, England // Foto VisitEngland / NewcastleGateshead

The Leaky Cauldron: Leadenhall Market in  London

Der Eingang zum Zaubererpub “The Leaky Cauldron” ist im echten Leben ein Optikerladen in der Bull’s Head Passage der Markthalle Leadenhall Market. Direkt dahinter stellt man sich die Winkelgasse vor – eine glitzernde Shoppingsstraße, wo es Zauberbücher zu kaufen gibt und so verlockenden Zaubertrank, das Harry wünscht, gleich acht Augen zum Sehen zu haben.  

Obwohl man dort vermutlich keine Zauberläden findet, ist der kunstvolle viktorianische Marktplatz trotzdem ein herrlicher Ort, um einige von Harry Potter inspirierte Kleidungsstücke zu kaufen: zum Beispiel eine klassische Wachsjacke von Barbour, wie sie Ron Weasley in “Harry Potter und der Stein des Weisen” trägt.


Leadenhall Market in London

Das Bahngleis 9 ¾: Bahnhof King’s Cross in London

Der Hogwarts Express fährt auf Gleis 9 ¾ am Bahnhof King’s Cross Station in London ab – im echten Leben ist das die gewölbte Wand zwischen den Gleisen mit den Nummern Vier und Fünf.  

Alternativ gehen Fans zum Eingang für die Plattformen neun, zehn und elf auf der westlichen Seite des Bahnhofs: Hier sieht man einen Gepäckwagen durch die Wand mit der Aufschrift ‘Platform 9 ¾’  in ein magisches Reich verschwinden. Um sich so richtig in die Figuren hinein zu versetzen, gibt es dort auch einen Laden, der allerlei spaßige Harry-Potter-Accessoires verkauft – von der Brille bis hin zu Hufflepuff Haargummis.

Im Freien sieht man direkt das nächste Harry Potter Highlight: Die neogothische Fassade des Fernbahnhofs St. Pancras, wo der magische Ford Anglia der Weasleys in “Harry Potter und die Kammer des Schreckens” durch seine unsichtbaren Kräfte abhebt.

 

Reizende Schlangen: Reptilienhaus im London Zoo

In “Harry Potter und der Stein des Weisen” entdeckt Harry mitten im Reptilienhaus des Londoner Zoos seine Gabe, mit Schlangen sprechen zu können. In besagter Szene spricht Daniel Radcliffe mit einer riesigen burmesischen Pythonschlange. Im echten Leben ist die Anlage jedoch die Heimat der giftigen Schwarzen Mamba, die an ihrem unverwechselbaren tiefschwarzen Maul zu erkennen ist.

Aber damit noch nicht genug:  Der Londoner Zoo gilt als der älteste, wissenschaftliche Tiergarten der Welt. 1828 errichtet, bietet er Besuchern sagenhafte Tiererlebnisse unterschiedlichster Art. Wer erst die Schlangen gesehen hat, taucht zum Beispiel ein ins Schmetterlingsparadies oder geht auf Tuchfühlung mit Kumbuka, dem Gorilla mit dem Silberrücken und seiner Gang.

 

Versteckte Heiligenscheine: Kathedrale von Gloucester in Gloucester, England

In der Kathedrale von Gloucester geht man auf die Suche nach dem fast kopflosen Nick und der maulenden Myrte und entdeckt den Ort, wo sich Harry und Ron in den gespenstischen Korridoren der 1.300 Jahre alten Kathedrale vor dem Troll verstecken – übrigens: eine von insgesamt fünf Kulissen, die Hogwarts darstellen sollten.   

Es lohnt in jedem Fall, sich hier einer Führung anzuschließen: Man erfährt dort spannende Fakten darüber, wie die Kathedrale für den Filmdreh angepasst wurde.  Steckdosen etwa hat man unter Panelen versteckt, die so gestrichen waren, dass sie den Steinwänden glichen. Auch alles, was an eine Kirche erinnert, musste versteckt werden. Ein Beispiel: Die Heiligenscheine auf den Figuren der Bleiglasfenster in den Kreuzgängen wurden mit einem Filterpapier aus Plastik bedeckt. So entsprachen sie optisch der Glasfarbe drum herum und waren unsichtbar.

Wer mehr über die lange Vergangenheit der Kathedrale erfahren möchte, öffnet die Holztür hinab in die Gruft, die der Legende nach von Mönchen des alten Klosters in Gloucester heimgesucht.

Gloucester Cathedral, Gloucestershire, England
Gloucester Cathedral, Gloucestershire, England © VisitBritain / Britain on View

Zaubertrank-Braukunst: Lacock Abbey in Wiltshire, England

Die Wärmestube der Klosterabtei Lacock Abbey enthält einen riesigen Kessel – und spielte das Klassenzimmer für Professor Quirrells Unterrichtsstunde im Fach “Verteidigung gegen die dunklen Künste”. In der Sakristei fand hingegen Professor Snapes Unterricht in der Zaubertrank-Braukunst statt. Im Kapitelsaal der Abtei stößt Harry auf den Spiegel Nerhegeb: Der zeigt die tiefsten Wünsche seines Gegenübers an.

Bei all der Hexerei, sollte man die “South Gallery” des Klosters nicht verpassen:  Hier steht man an dem Ort, wo das erste Foto der Welt von William Henry Fox Talbot geschossen wurde.

Lacock Abbey, Wiltshire, England
Lacock Abbey, Wiltshire, England © VisitBritain / Britain on View

Hogwarts und mehr: Warner Bros Studios in Leavesden, England

Auf einer Tour durch die Warner Bros Filmstudios unweit von London können Fans ein Modell von Hogwarts als Ganzes bewundern.  Die Konstruktion wurde im Maßstab 1:24 gefertigt und diente für Außen- und Luftaufnahmen der Schule. Bei einer Studio-Tour durch das Modell gibt es zudem viele Requisiten zu entdecken, die für die Dreharbeiten genutzt wurden.

Anschließend gönnt man sich noch einen Krug Butterbier – dieses köstliche antialkoholische Getränk schmeckt nach Shortbread und Butterscotch.

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