10 Naturwunder in Großbritannien

Von der Juraküste im Süden Englands über imposante Gipfel in Wales bis zu den magischen Inseln in Schottland - Großbritanniens vielfältige Landschaft hat einige Highlights zu bieten. Naturspektakel und die ikonischsten Landschaften Großbritanniens erlebt man hier: 

 

1. The Needles auf der Isle of Wight, England 

Die drei länglichen Felseninseln aus Kreide ragen an der Westküste der Isle of Wight empor. Sie waren einst Teil der Landzunge, Erosion trennte sie von der Küste ab. Am besten sieht man die Kreidefelsen von der Festung The Needles Old Battery aus – ein Viktorianisches Gebäude, das ursprünglich dem Schutz Großbritanniens vor Angreifern diente.  Bei klarem Wetter gibt es nur eine Bezeichnung für das hiesige Farbzusammenspiel aus glänzend weißem Fels, schäumendem blauen Meer und schier endlosem Himmel: Spektakulär! 

Schon gewusst? 

Wie Nadeln sehen die drei Felseninseln kaum aus. Der Name kommt vielmehr von zwei Mitgliedern einer Gruppe, die nach einem Sturm im Jahr 1764 hier ins Meer stürzten.  

View of the Needles off the Isle of Wight
The Needles vor der Isle of Wight // Foto © VisitBritain / Jason Hawkes

2. Die Bucht Malham Cove in North Yorkshire, England 

Die halbrunde Felsformation Malham Cove besteht aus einer 80 Meter hohen Wand, die am Ende der letzten Eiszeit aus Schmelzwasser entstanden ist.  Oben auf der Klippe findet man eigentümliches Kalksteinpflaster, das vom abschmelzenden Gletscher angespült wurde: Sein regelmäßiges Muster erinnert in der Tat an grobe Pflastersteine. Hier kann man hervorragend wandern und hat fantastischen Ausblick auf Yorkshire. 

Schon gewusst? 

Die Bucht von Malham Cove ist in “Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (Teil 1)“ zu sehen.


Malham Cove, Pennine Way, Yorkshire Dales // Foto © VisitBritain / Matt Cant

3. Die Jurassic Coast in Devon und Dorset, England 

Die Küste in Dorset und Devon trägt den bezeichnenden Beinamen Jurassic Coast und machte Schlagzeilen als erstes “natürliches” Weltkulturerbe. Der spektakuläre Küstenstrich erstreckt sich auf einer Länge von 95 Meilen von der Provinz Dorset bis nach East Devon.  Die hiesigen Klippen schicken Besucher auf eine Zeitreise durch geologische Epochen: Nahezu lückenlos geht es von der Trias über die Jura bis hin die Kreidezeit und damit durch 185 Millionen Jahre Erdgeschichte. Wer hoch oben auf den Klippenpfaden wandert, erlebt ein weiteres Beispiel spektakulärer Geologie: den riesigen Kalkstein-Bogen “Durdle Door”.  

Schon gewusst? 

Hier wurde Oscar Wilde’s Filmbiographie 'Wilde' mit Stephen Fry und Jude Law in den Hauptrollen gedreht. 

People coasteering at the Durdle Door limestone rock arch on the Dorset Jurassic coastline
Durdle Door an der Juraküste in Südengland // Foto © VisitBritain / Ben Selway

4. Die Schlucht Cheddar Gorge in Somerset, England  

Die Entstehungsgeschichte von Großbritanniens größter Schlucht Cheddar Gorge geht über eine Million Jahre zurück. Schmelzwasserfluten hinterließen eine spektakuläre Schlucht mit steilen Wänden, die die dortige Landschaft in zwei Hälften teilt.  Heute kann man hier Klippenwanderungen unternehmen, klettern oder in den eigenwilligen Felsformationen Höhlen und unterirdische Flüsse erkunden. 

Schon gewusst? 

Das älteste, vollständig erhaltene, menschliche Skelett in ganz Großbritanniens hat man hier gefunden: den “Cheddar Man”. 

View of the sun breaking through the clouds at Cheddar Gorge in the Mendip Hills
Cheddar Gorge in den Mendip Hills in Somerset, England // Foto © VisitBritain / Stephen Spraggon

5. Die Sieben Schwestern (“Seven Sisters”) in Sussex, England 

Die weißen Kreide-Felsen im Süden Englands sind ein Wahrzeichen des Landes und Symbol der stolzen Inselgeschichte. Zu den wohl eindrucksvollsten Klippen dieser Art zählen die “Sieben Schwestern” (“Seven Sisters”) an der Küste Sussex’. Schon immer hat ihre herbe Schönheit Angreifer abgeschreckt und heimkehrende Seefahrer willkommen geheißen Umwerfenden Panorama-Blick auf die Klippen hat man zum Beispiel in Seaford Head! 

Schon gewusst? 

Man sieht die Klippen im Flim “Robin Hood – König der Diebe”.  


Die Sicht von Seaford Head auf die Kreidefelsen Seven Sisters // Foto © VisitBritain / Rod Edwards / Tourism South East

6. Sandsteinformationen “Brimham Rocks” in North Yorkshire, England 

Seit Jahrhunderten schon fasziniert diese verrückte Ansammlung von Steinen die Menschheit. Über tausende von Jahren hat die Erosion hier interessante Sandsteinformationen gebildet, die heute bezeichnende Namen tragen: Man findet hier zum Beispiel einen Wachhund (“The Watchdog”), eine Sphinx, eine Schildkröte (“The Turtle”), einen Tanzbär (“The Dancing Bear”) sowie ein Kamel (“The Camel”).  Die gemeinnützige Organisation “National Trust” unterhält den Ort, der ganzjährig für Besucher geöffnet ist.  

Schon gewusst? 

Früher dachte man, diese natürlichen Felsformationen wurden von Druiden geschnitzt. 

 

7. Riesendamm “Giant’s Causeway” in Antrim, Nordirland  

Der Giant's Causeway liegt am Fuße der Basaltklippen entlang der rauen Küste von Antrim in Nordirland. Die faszinierende Felsformation, zählt heute zum Weltkulturerbe der UNESCO und besteht aus etwa 40.000 Basalt-Steinen, die aus dem Meer emporragen. Die vieleckigen Pfeiler sind so regelmäßig angeordnet, das man meinen könnte, sie wurden extra gefertigt - von Menschen - oder Riesenhand… 

Wussten Sie schon? 

Der Legende nach hat der Irische Riese Finn McCool diesen Damm angelegt, um die Irische See zu überqueren und seinen Schottischen Rivalen Benandonner zu bekämpfen.  

View out to sea at The Giant's Causeway in County Antrim, Northern Ireland
The Giant's Causeway in Nordirland © VisitBritain / Craig Easton

8. Fingal’s Cave auf der Isle of Staffa in Schottland 

Auf der gegenüberliegenden Seite der Irischen See  findet man auf der unbewohnten Insel Staffa in der Inselgruppe der inneren Hebriden die Meereshöhle “Fingal’s Cave. Seit Jahrhunderten ist die Höhle, - die übrigens von den gleichen Lavamassen wie der Riesendamm in Antrim geformt wurde -  Inspiration für Künstler und Schriftsteller aus aller Welt.  Sir Walter Scott etwa schrieb, sie “verblüfft in jeder Hinsicht” und der Komponist Felix Mendelssohn hat seine berühmte Hebriden-Ouvertüre komponiert, nachdem er das eigenwillige Echo des tosenden Wassers in der Höhle gehört hatte.  Vom Festland aus fahren Boote auf die Insel Staffa. 

Schon gewusst? 

Der gaelische Name für Fingal’s Cave lautet “Uamh-Binn” und bedeutet “Höhle der Melodie”.

 

9. Halbinsel Trotternish auf der Isle of Skye in Schottland

Die nördlichste Halbinsel auf der Isle of Skye weist einige geologische Highlights auf: An der östlichen Küstenstraße sieht man etwa den vom Erdrutsch geformten Quiraing mit seinen zackigen Gipfelzügen, die an Tolkiens Fantasy-Romane erinnert. Nicht verpassen sollte man zudem den “Old Man of Storr”, einen 49 m hoher Monolith aus Basalt. In dieser dramatischen Landschaft versteckte sich übrigens “Bonnie Prince Charlie” vor den Regierungstruppen nach der Schlacht von Culloden im Jahr 1746. 

Wussten Sie schon? 

Die Halbinsel Trotternish beherbergt auch den so genannten „Kilt Rock“  - eine schmale Klippe aus sechskantigem Basalt, die an das Tartan-Muster des Schottenrocks (“Kilt”) erinnert. 

The Storr is a rocky outcrop on the Trotternish peninsula of the Isle of Skye.
The Old Man of Storr auf der Isle of Skye, Schottland // Foto © VisitBritain / Andrew Pickett

10. Glyder Fach und Glyder Fawr in Snowdonia in Nordwales 

Diese zwei Berge mit ihrer rauen, heldenhaften Natur gehören definitiv zu den sehenswerten Gipfeln der Region.  Glyder Fach (994 m) krönt der Cantilever Rock – eine gefährlich anmutende Steinplatte, die als Fotomotiv von Kletterern Berühmtheit erlangt hat. Glyder Fawr (1001 m) belohnt mit einem felsigen Gipfel, übersät mit spitzen, vom Frost zerschütterten Felsen, die wie Grabsteine angeordnet sind.  

Schon gewusst? 

Im Nationalpark Snowdonia findet man auch den höchsten Gipfel in England und Wales: den Snowdon.


Glyder Fach in Snowdonia, Wales // Foto © VisitBritain / Nadir Khan