2016: Ein Fest für Schottlands Architektur!

Schottland hat für 2016 das Jahr der Innovation, Architektur und des Designs ausgerufen: Ein Themenjahr, das von VisitScotland gemeinsam mit Partnern wie etwa dem schottischen Architektur- und Designverband, den nationalen Museen, dem Architekturfestival 2016 und dem „V&A Museum of Design“ in Dundee ausgetragen wird. Ein guter Anlass -  quasi als kleiner Appetithappen -  das architektonische Erbe dieses Reiseziels genauer unter die Lupe zu nehmen.

Von mittelalterlichen Bauernhöfen und Burgen, über Viktorianische Wohnhäuser, bis hin zu innovativen, modernen Gebäuden und Konstruktionen - Schottlands Architekturlandschaft skizziert sich wie eine historische Timeline und zeigt Landesgeschichte anhand von Designs.
 

Edinburgh: Old & New Town

Sowohl Old wie New Town in Edinburgh gehören zum UNESCO Weltkulturerbe. Das mittelalterliche Herz der Stadt liegt in Old Town und Historie spürt man hier wirklich an jeder Ecke. Zu den architektonischen Highlights des Viertels zählen das Schloss Edinburgh Castle, die  St. Giles Kathedrale, der königliche Palast Holyroodhouse sowie das Haus von John Knox. New Town entstand etwa 1767 und charakterisiert sich durch breite, symmetrische Straßen und riesige Plätze voller Bäume. Charlotte Square ist das Highlight dieser Gegend. Die nördliche Seite des Platzes wurde vom gefeierten schottischen Architekten Robert Adam entworfen. Nicht verpassen sollte man am Charlotte Square das elegante Georgianische Haus mit der Nummer 7.


Die Altstadt von Edinburgh

Region Lothian: Hopetoun House

Hopetoun House liegt etwa eine halbe Autostunde von Edinburgh entfernt und zählt zu Schottlands schönsten Herrenhäusern. Das Anwesen ist auch ein gelungenes Beispiel für die britische Architektur des 18. Jahrhunderts.  Praktisch seit drei Jahrhunderten blieben die Interieurs unverändert und spiegeln heute eindrucksvoll die Eleganz des Georgianischen Zeitalters wieder. Rund um das Haus warten über 600.000 Quadratmeter Parkanlagen mit verschiedenen Wegen darauf, bei einem Spaziergang erkundet zu werden.


Hopetoun House

Stirling: Stirling Castle

Nur etwa 40 Autominuten von Glasgow entfernt befindet sich das Herz der schottischen Stuart Dynastie: Stirling Castle – eines der prachtvollsten Schlösser Schottlands. Im 13. und 14. Jahrhundert ein wichtiger, strategischer Stützpunkt, war es in späteren Jahren eine beliebte königliche Residenz. Ritter, Adlige und Botschafter wurden hier mit viel Glanz und Gloria empfangen. Die Geschichte des Schlosses erwacht bei einer Reihe von historischen Darbietungen wieder zum Leben.

Tipp: Von den Wallanlagen des Schlosses hat man besten Ausblick ins Umland.


Stirling Castle

Forth Valley: Die Forth Brücken im Herzen Schottlands

Die ikonische Eisenbahnbrücke Forth Rail Bridge wurde im späten 19. Jahrhundert über den Fluss Forth gebaut. Heute gilt die Konstruktion als wichtige schottische Landmarke und als Meilenstein in der Entwicklung des zivilen Eisenbahningenieurwesens. 2015 erhielt die Brücke das Siegel als UNESCO Weltkulturerbe. 1964 kam die Forth Autobahnbrücke dazu und Ende 2016 wird eine dritte Brücke mit dem Namen Queensferry Crossing die Brücken im Forth Valley komplettieren.  


Forth Bridges

Region Scottish Borders: Abteien

In der Region Scottish Borders liegen vier bemerkenswerte Klöster, die alle aufgrund ihrer historischen und architektonischen Bedeutung einen Besuch wert sind. Ein gelungenes Beispiel gotischer Architektur ist Dryburgh Abbey am Fluss Tweed.  Jedburgh Abbey begeistert Besucher mit seinem ruhigen Kräutergarten. In Melrose soll die letzte Ruhestätte von König Robert I (Robert the Bruce) sein. Und Kelso Abbey trägt noch immer die Spuren des anhaltenden Kanonenfeuers der Truppen von König Heinrich VIII.


Kelso Abbey in der Region Scottish Borders

Glasgow: Gebäude von Charles Rennie Mackintosh sowie zeitgenössische Architektur

Die krasse Gegensätzlichkeit dieser Stadt zeigt sich besonders in Glasgows Architektur: Von den Überbleibseln der Schiffsbauindustrie geht es zu den gefeierten Jugendstil-Designs des bekanntesten Sohnes und Architekten der Stadt: Charles Rennie Mackintosh. Sein Erbe sieht man in der ganzen Stadt an einer Reihe einzigartiger und öffentlich zugänglicher Bauwerke. Dazu zählen etwa die Gebäude der Glasgow School of Art, das House for an Art Lover, das Lighthouse und die Willow Tearooms.


House for an Art Lover, Glasgow, Schottland

Glasgow ist genauso tonangebend in zeitgenössischer Architektur. Und so gibt es etwa an den Ufern des Clyde-Flusses viel zu entdecken: zum Beispiel das Wissenschaftzentrum “Glasgow Science Centre” aus Titan, Sir Norman Fosters Konzerthaus “Clyde Auditorium” sowie das Riverside Museum, das von Zaha Hadid entworfen wurde. 

Region Ayrshire: Culzean Castle

Das Schloss Culzean Castle an der Westküste Schottlands ist von brandendem Meer, üppigen Wäldern sowie geheimen Gärten umgeben und bietet einen bemerkenswerten Anblick von Türmchen und Zinnen. In den Innenräumen kann man eine schöne Auswahl an Gemälden und Möbeln bewundern, während man sich im Park auf die Suche nach versteckten Schätzen begeben kann: Es gilt Eishäuser, das Camellia House, eine Pagode und Höhlen zu entdecken.


Culzean Castle

Argyll: Cruachan Hollow Mountain Power Station, Dalmally

Das Kraftwerk ist eine der großartigsten Ingenieursleistungen des Landes und befindet sich an der Westküste inmitten Schottlands schönster Natur – im Inneren des Berges Ben Cruachan, am Ufer des Loch Awe. Es lohnt, sich auf die faszinierende Reise in den ausgehöhlten Berg zu begeben und zu erleben, wie Schottlands Strom aus dieser atemberaubenden Landschaft heraus generiert wird.

Dundee: Das McManus

Die Stadt Dundee liegt etwa 90 Autominuten nördlich von Edinburgh und gelangte 2014 als erste UNESCO Designstadt Großbritanniens zu Ruhm: Die renommierte Auszeichnung erkennt den Beitrag der Stadt in punkto Design weltweit an. Das McManus-Museum befindet sich in einem herrlichen Gebäude im Gotik-Look und ist bereits seit 1867 das Herz der bildenden Künste in Dundee. Neben der Ausstellung von Objekten aus eigenen Kollektionen, präsentiert das McManus auch immer wieder Wanderausstellungen aus Londons Victoria & Albert Museum. Diese Ausstellungen sind Teil des Eröffnungsprogramms des Victoria & Albert Museums in Dundee, das im Jahr 2017 aufmachen wird.  

Region Perthshire: Scottish Crannog Centre

Dieses wirklich ungewöhnliche Bauwerk findet man inmitten der Landschaft von Perthshire, etwa eine Autostunde von Edinburgh entfernt. Das Crannog Centre ist eine originalgetreue Nachbildung einer Wasser-Wohnstätte aus der Bronzezeit, wie sie in der Gegend von Loch Tay vor etwa 2.500 Jahren gefunden worden wäre.  Besucher erfahren, warum man früher auf Wasser gebaut hat und können aus erster Hand erleben, wie die Menschen damals gehaust haben.

Orkney: Skara Brae

Auf den Orkney Inseln an der Nordküste Schottlands lohnt der Besuch im berühmten Scara Brae: Hier findet man ein Dorf aus der Jungsteinzeit aus dem Jahr 3.200 v. Chr. Skara Brae gilt als die am besten erhaltene, Gruppe prähistorischer Häuser in ganz Westeuropa. Das Dorf aus der Jungsteinzeit liegt unweit des weißen Strands, in der Bucht von Skaill, und wurde erst 1850 von einem Sturm offengelegt. Es zeigt ein bemerkenswertes Bild des Lebens vor mehr als 5.000 Jahren.