Auf den Spuren von Outlander in Schottland

Die Verfilmung von Diana Gabaldons Highland-Saga "Outlander" bringt wunderschöne Bilder aus Schottland auf den Bildschirm. Und auch wenn Craigh na Dun, Castle Leoch und Lallybroch von der Autorin erdachte Schauplätze sind, können Outlander-Fans an zahlreichen Orten in die Welt von Claire und Jamie eintauchen:

Falkland

Die ersten Folgen der Serie spielen im Inverness der 40er Jahre, dargestellt vom Städtchen Falkland in der Grafschaft Fife. Auch wenn man für die Dreharbeiten die Fassaden der Häuser etwas umgestaltet hat, braucht es wenig Vorstellungskraft, die Drehorte wiederzuerkennen. Mrs. Baird's Guesthouse, in dem Claire (Caitriona Balfe) und Frank (Tobias Menzies) untergebracht sind, ist in Wahrheit das Covenanter Hotel. Am Bruce Fountain, dem Brunnen auf dem Platz vor der Kirche, entdeckt Frank in der ersten Episode den Geist eines Highlanders, der zu Claires Fenster hinaufblickt. Das Schaufenster, an dem Claire über ihr bisheriges Leben nachdenkt, gehört in Wahrheit zum Fayre Earth Gift Shop.


Falkland © Filmtourismus.de

Clava Cairns

Den mystischen Steinkreis Craigh na Dun, der Claire unerwartet in die Vergangenheit befördert und sie auf den jungen Highlander Jamie (Sam Heughan) treffen lässt, gibt es so nicht. Er wurde für die Dreharbeiten in der Gegend um Rannoch Moor in Perthshire aufgebaut. Die Landschaft ist jedoch so atemberaubend wie in der Serie. Als reale Vorlage für Craigh na Dun diente der vor tausenden Jahren entstandene Steinkreis Clava Cairns bei Inverness. Dort kann man problemlos gedanklich auf Zeitreise gehen.

Tulloch Ghru

Im Vorspann von "Outlander" ist die hügelige und waldreiche Gegend um Tulloch Ghru zu sehen. Dort entstanden auch die Szenen, in denen Claire mit den Highlandern zur Burg Leoch reist. Der Cairngorms Nationalpark, der größte Nationalpark Großbritanniens, ist nur einen Katzensprung entfernt.

Doune Castle

Die fiktive Burg Leoch, in der Colum MacKenzie (Gary Lewis) und sein Clan beheimatet sind, ist in Wahrheit Doune Castle in der Nähe von Stirling. Hier kommen Frank und Claire im 20. Jahrhundert auf einem Tagesausflug vorbei und hier landet Claire schließlich im 18. Jahrhundert als Heilerin. Die einstige königliche Residenz ist schon ein alter Filmhase und war auch schon in Monty Pythons "Ritter der Kokosnuss" oder der Serie "Game of Thrones" zu sehen. Besonders beeindruckend sind die gut erhaltene Great Hall und der 30 Meter hohe Wohnturm.


Doune Castle © iStock.com/ Martin McCarthy

Culross

Der Ort Cranesmuir, in dem Geillis Duncan (Lotte Verbeek) und ihr Mann Arthur leben, ist das Städtchen Culross, ebenfalls in der Grafschaft Fife gelegen. In den gepflasterten Gassen kann man sich gut vorstellen, wie ein schottischer Ort im 17. oder 18. Jahrhundert ausgesehen haben muss. Gefilmt wurde auch im Culross Palace, sowie im dahinter befindlichen Kräutergarten, den Claire in der Serie auf Burg Leoch bestellt.


Culross Palace Garten © Filmtourismus.de

Blackness Castle

Mit Blick über den Meeresarm Firth of Forth erhebt sich das Blackness Castle, das in "Outlander" als Hauptquartier von Black Jack Randall (Tobias Menzies) in Fort William dient. Die Burg aus dem 15. Jahrhundert wurde von einer der mächtigsten Familien Schottlands, dem Clan Crichton, erbaut und trägt den Beinamen "Das Schiff, das niemals segelte".


Blackness Castle in Schottland © Filmtourismus.de

Highland Folk Museum

Die historischen Filmszenen in und um das Dorf der MacKenzies entstanden im Highland Folk Museum, in dem die Bauernhöfe des 18. Jahrhunderts mit den grasbedeckten Dächern nachgebaut wurden. Auch die Episode, in der Dougal MacKenzie (Graham McTavish) in der Umgebung Pacht und Steuern eintreibt, wurde zum größten Teil dort gedreht. Das Freilichtmuseum veranschaulicht die früheren Arbeits- und Lebensbedingungen der Highlander.


Highland Folk Museum in Schottland © Filmtourismus.de

Culloden Moor

Die wahren Hintergründe zum Jakobitenaufstand, der in "Outlander" eine große Rolle spielt, erfährt man am Originalschauplatz der historischen Schlacht von Culloden, die das Leben der Highlander für immer verändern sollte. Mit Audioguides kann das weitläufige Schlachtfeld zu Fuß erkundet werden. Im heutigen Besucherzentrum wird nicht nur die Geschichte vor, während und nach der Schlacht vermittelt, anhand von filmischen Installationen kann man tief in das Geschehen eintauchen.

 

Die Autorin Andrea David reist seit mehr als zehn Jahren zu Drehorten auf der ganzen Welt und teilt ihre Erlebnisse mit anderen Film- und Serienfans auf www.filmtourismus.de. Eine schöne Seite zum Schmökern und Nachreisen.