Auf Rosamunde Pilchers Spuren in Cornwall

„Why do all these Germans come to Cornwall?“ - fragen sich viele Engländer ob der zahlreichen deutschen Touristen, die alljährlich durch Cornwall reisen. Dass Rosamunde Pilchers Romanverfilmungen nicht ganz unschuldig daran sind, dass viele Deutsche die traumhaften Landschaften gerne einmal mit eigenen Augen sehen möchten, verwundert manch Einheimischen, denn Rosamunde Pilcher ist – obwohl sie in Lelant an der Nordküste Cornwalls geboren ist – in ihrer Heimat kaum bekannt.

Wo ist Cornwall am schönsten und wo sieht es genauso aus wie in den Filmen? -  fragt sich mancher bei der Reiseplanung. Für alle, die gerne auf Rosamunde Pilchers Spuren durch Cornwall reisen, hier einige Tipps, die typisches Rosamunde-Pilcher-Feeling vermitteln.

Prideaux Place und Padstow

An dem beeindruckenden Herrenhaus Prideaux Place, das nahe Padstow inmitten eines Wildparks liegt, kommen Pilcher-Fans voll auf ihre Kosten. Die Räume im Haus und der Garten dienen immer wieder als Kulisse für die Dreharbeiten. Auf die Fans ist man hier bestens vorbereitet – Führungen gibt es hier auch in deutscher Sprache.

Aber auch das schmucke Fischerdorf Padstow ist Pilcher-Fans wohlbekannt – in den hübschen Gassen und entlang des Hafens wird oft gedreht.

Picknick mit Aussicht

Verliebte Paare picknicken in den Filmen gerne auf den Klippen mit atemberaubendem Blick auf das Meer. Wer das gerne nachmachen möchte, sollte nach St. Agnes fahren. Der Aussichtspunkt St. Agnes Head liegt nicht weit vom Dorf entfernt und bietet alles was man für ein spektakuläres Picknick braucht – ein windgeschütztes Plätzchen zwischen Felsen und Ausblick und eine spektakuläre Küstenlandschaft.

Ein Spaziergang zu den Ruinen der Mine Wheal Coates ist ein Muss! Noch ein Stück weiter liegt die Bucht Chapel Porth – ebenfalls ein Pilcher-Drehort. Steil geht es hinab zum traumhaften Strand, der vor allem bei Ebbe zum Vorschein kommt – und zum National Trust Café, das verführerisch leckeres Eis im Angebot hat.

Am besten plant man den Ausflug so, dass man Chapel Porth bei Ebbe erreicht und einen Spaziergang entlang des herrlichen weißen Sandstrandes unternehmen kann. Auf der einen Seite das Meer, auf der anderen Seite die dramatischen Klippen und über allem thront Wheal Coates – ein Taum!

Godrevy

Eine Wanderung entlang des Southwest Coast Path bei Godrevy bietet alles was Pilcher-Fans sich erträumen: dramatische Landschaften, herrliche Buchten, Sandstrände, wilde See und als Sahnehäubchen einen weißen Leuchtturm. Mit etwas Glück kann man hier Robben und Seevögel beobachten – und sich dann im National Trust Café stärken.

Godrevy in Cornwall, Südengland

West Pentire

Die kleine Landzunge nahe Newquay hat im Frühling ein farbenprächtiges Naturschauspiel zu bieten – dann blühen die Mohnblumen und tauchen die Wiesen in ein leuchtendes Rot. Das blaue Meer im Hintergrund macht den Anblick noch faszinierender.

Wer mit allen Sinnen genießen möchte, wandert von Holywell Bay um West Pentire bis Crantock. Hier sind atemberaubende Ausblicke garantiert. Hier sollte man viel Zeit einplanen und Proviant mitnehmen – es gibt so viele Orte, an denen man länger verweilen mag…

Von Fowey nach Mevagissey

Es lohnt sich, Cornwall auch einmal aus einer ganz anderen Perspektive kennenzulernen – vom Wasser aus!

Warum also nicht zwei der schönsten Fischerdörfer ganz entspannt miteinander verbinden? Eine Fähre verbindet Fowey und Mevagissey. Beide Dörfer sind sehr unterschiedlich, bieten aber hübsche Läden, Cafés und Restaurants und eine perfekte Kulisse:  im Hafen dümpeln die Fischerboote, das Geschrei der Möwen, entzückende Cottages und ganz viel Cornwall-Flair!

Wer mag, kann in Mevagissey noch einen Abstecher zu den Lost Gardens of Heligan einplanen. Der Garten gehört zu den schönsten in ganz Großbritannien.

Cadgwith

Es gibt Dörfer, in denen man das Gefühl hat, dass die Zeit stillsteht. Cadgwith auf der Lizard-Halbinsel ist so ein Ort. Am besten kommt man hierher am Abend, wenn die Besucher weg sind und das Dorf wieder den Einheimischen gehört. Zauberhafte Cottages reihen sich hier um den malerischen kleinen Hafen, Hortensien und Lilien blühen in bunten Farben entlang des Weges, der hinauf auf die Klippen führt. Oben angekommen hat man einen beeindruckenden Blick in eine kollabierte Höhle, in der sich bei Flut gurgelnd und zischend das Wasser sammelt – daher auch der Name „Devil’s Frying Pan“.

Im Pub kann man den Tag ausklingen lassen – oder länger bleiben, denn es werden auch Zimmer vermietet.

Rame Head

Eine Wanderung zur Landspitze Rame Head, ganz im Osten von Cornwall, ist ein herrliches Erlebnis. Durch Pferdeweiden geht es hinauf zu der Ruine der St. Michael’s Chapel aus dem 15. Jh. – nach links kann man die Küste Devons überblicken, nach rechts die Küste Cornwalls. Ein Spaziergang entlang des Southwest Coast Path nach Westen führt zum Restaurant The View, das seinem Namen alle Ehre macht. Bei einem Cream Tea oder einem leckeren Mahl kann man die überwältigende Aussicht in aller Ruhe genießen.

Die Autorin Antje Gerstenecker berichtet auf Ihrem Blog Meehr-erleben.de von ihren Reisen. Großbritannien ist dabei eines ihrer Lieblingsziele. Sowohl ihr Blog als auch ihre Cornwall-Reiseführer bieten Inspiration und Tipps für die Urlaubsplanung.

27 May 2021(last updated)

Dies könnte Ihnen auch gefallen: