Cambridge mal anders

Weniger Trubel, mehr Erholung und Natur: Cambridge ist nur eine Stunde von London entfernt. Die Stadt wird meist in einem Atemzug mit ihrer renommierten Lernstätte, der University of Cambridge, genannt. Doch nicht nur die im Jahr 1209 entstandenen, höchst beeindruckenden Bauten der Uni sind einen genaueren Blick wert. Mit Hilfe dieser acht Tipps kommen in dem ostenglischen Ort neben allen Lernwütigen auch Entdecker*innen auf ihre Kosten.

1. Richtig stärken im Stem & Glory

Einmal genüsslich durch das vegane Angebot von Stem & Glory futtern, bitte! Für seine gesunde und komplett auf Fleisch verzichtende Küche wurde das Restaurant bereits mehrfach ausgezeichnet. Die Messlatte wird hier aber auch tatsächlich sehr hoch gelegt: Gnocchi, Kimchi-Reis oder auch koreanische Tacos werden im Menü völlig neu gedacht und wunderschön angerichtet, sodass man am besten in der Gruppe verschiedenste Gerichte bestellt, um so einmal alles von der opulenten Karte probieren zu können.

2. Kunst aufsaugen in der The Heong Gallery

Modern und komplex: Im Herzen von Cambridge sind die luftig angelegten Räumlichkeiten von The Heong Gallery zu finden, in denen es sich lohnt, etwas länger vor jeder Installation, jeder Skulptur, jedem Bild zu verweilen. Denn es gibt bei den Kunstwerken tatsächlich immer mehrere Schichten und Interpretationsmöglichkeiten zu entdecken. Aktuell in den (Landschafts-)Malereien vom Briten David Hockney, dessen farbenfrohe Welten noch bis August 2022 hier zum ausdauernden Studieren einladen.

3. Die Plattensammlung aufstocken mithilfe von Lost In Vinyl

Wer im Lost In Vinyl vorbeischaut, muss darauf vorbereitet sein, auf wandelnde Musik-Enzyklopädien zu treffen. Bevor der Plattenladen 2013 eröffnete, arbeiteten die Inhaber*innen bereits für eine lange Zeit in der Musikbranche und können entsprechend bis heute viele Geschichten erzählen. Dass ein eigener Shop her musste – passend zu der musikalischen Leidenschaft, die von Rock bis Reggae alles Mögliche an guter Musik umfasst – war sowieso klar. Nun kann jede*r, der den in Grün gestrichenen Eckstore betritt, von ihrem Wissen profitieren und neben neuen Vinyl-Platten auch jede Menge Klassiker-Schätze zu günstigen Preisen mitnehmen.

4. Eine gemütliche Pub-Zeit im Maypole verbringen

Das 1982 gegründete Familienunternehmen Maypole ist stolz auf seine endlos lange Getränkekarte. In dem urigen Pub ringen bis zu 16 verschiedene Biersorten, 40 Gins und noch eine Vielzahl an Likören, Cocktails und anderen Drinks um die Aufmerksamkeit der Gäste. Ein weiteres Plus: Besonders behaglich wird es, wenn bei wärmeren Temperaturen die nächste Getränkerunde im Innenhof des Maypole entgegengenommen werden kann.

5. Dank The Haunted Bookshop in andere Welten eintauchen

Es gibt zahlreiche Buchläden in Cambridge, doch das kleine Lese-Paradies von Sarah Key ist ganz besonders hervorzuheben. Denn wer sich durch den Secondhand-Shop mit der knallroten Außenfassade wühlt, kann dort die außergewöhnlichsten Fantasy-Geschichten aus verschiedensten Jahrzehnten hervorholen. Die Bücher-Auswahl ist liebevoll kuratiert und bietet nicht nur Lesestoff für die Jungen, sondern auch für Erwachsene mit Hang zum Eskapismus. Was sich ebenfalls empfehlen lässt: Mit den neu gewonnenen Büchern direkt etwas Zeit am Fluss Cam verbringen. Hier herrscht genug Ruhe, um sich auf einer Bank sitzend vollkommen in die neuen Welten hinein zu lesen und zu denken.

6. Antiquitäten bestaunen im The Hive

Das Antiquitätengeschäft The Hive ist eine wahre Fundgrube und hat sich entsprechend rund um Cambridge einen Namen gemacht. Für einen Besuch sollte man sich einen ganzen Nachmittag Zeit nehmen, denn nur beim ausgedehnten Stöbern gibt es neben ausgefallenen Lampen, Stühlen und Gemälden mit prunkvollen Goldrahmen auch die Objekteaufzuspüren, die sonst nirgends, noch nicht mal online aus zweiter Hand zu finden sind.

7. Radeln entlang der Gog Magog Hills

Im historischen Cambridge kann man wunderbar stundenlang flanieren. Wem das aber mal nicht genügt, dem sei die Radstrecke ab Hills Road ans Herz gelegt. Hier tritt man weiter in Richtung Süden in die Pedale – immer entlang der Chalk Downs, bis die Gog Magog Hills nicht mehr zu übersehen sind. Rund 18 Kilometer umfasst diese Fahrradtour, die es in sich hat. Denn in der Gegend ist es um einiges hügeliger, als zunächst erwartet. Die fleißigen Radler werden dafür mit einer atemberaubend Aussicht voller Grün, sanfter Berge und klaffend-großer Täler beschenkt.

8. Leckeres Essen trifft auf Design-Hingucker in The Architect

Die köstlichen, traditionellen Fish and Chips (und ein leckeres Craftbier) werden den Besucher*innen in The Architect in Windeseile auf den Tisch gestellt. Aber man sollte nicht nur zum schnellen Futtern hier einkehren – vielmehr lohnt sich ein ausgiebiges Umschauen in dem geschmackvoll eingerichteten Restaurant. Minimalistisch in den Farben setzt man hier auf besonders inszenierte Lichtstimmungen und liebevoll auf den Tischen platzierte Eye Catcher. Obendrauf werden selbst die Menüs wie kleine Kunstwerke serviert!

06 Sep 2022(last updated)

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