Newcastle mal anders: Ungewöhnliche Ideen für einen Besuch

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Historische Prachtbauten, hippe Künstlerviertel und ausgefallene Architektur – keine Frage, Newcastle hat eine Menge beeindruckender Hot-Spots zu bieten! Doch gerade abseits touristischer Pfade versprechen ungewöhnliche Attraktionen, kulinarische Highlights und Spitzen-Entertainment einen unvergesslichen Aufenthalt in dieser aufgeschlossenen Universitätsstadt. Wie wäre es etwa mit einem Kaffee in der Töpferei, einer Zeitreise in Newcastles dunkle Vergangenheit oder einem Besuch im letzten Wochenschau-Kino des Landes?

 

Geschichte, die unter die Haut geht

Sightseeing kann jeder, aber die Stadt von unten erleben – das geht nur im Victoria Tunnel! Der bestens erhaltene Fördertunnel wurde 1842 unterhalb der Stadt erbaut und diente einst dem Kohletransport aus den Zechen zu den Schiffsanlegestellen am Fluss Tyne. Während des zweiten Weltkriegs musste die unterirdische Passage in einen Zufluchtsort vor Luftangriffen umgewandelt werden. Bei einer zweistündigen Tour erlebt man die düstere Vergangenheit der Stadt mit Licht- und Soundeffekten, die wirklich unter die Haut gehen. Wer sich in den Untergrund der Stadt wagen möchte, bucht online eine Tour – denn Tickets gibt es nur vorab!

Noch tiefer in die Geschichte des Kohlebergbaus taucht man in einem der schönsten Gebäude der Stadt ein: Das Mining Institute befindet sich direkt neben dem Bahnhof in einem viktorianischen Prachtbau im gotischen Stil. Jeden Mittwoch kann man das interessante Archiv über den Kohlebergbau bei kostenlosen Führungen durchforsten.

 

Ouseburn Valley:  Meltingpot der kreativen Künste

Genug von Kohle – ab ins hippe Künstlerviertel Ouseburn Valley. Die einstigen Kohlefabriken beheimaten heute trendige Kunstgalerien, angesagte Bars und ungewöhnliche Bühnen. Northern Print heißt etwa eine empfehlenswerte Galerie-Adresse. Das ganze Jahr über, kann man hier die Werke von mehr als 120 regionalen, nationalen und internationalen Grafikkünstlern bewundern - oder auch selbst im angeschlossenen Studio aktiv werden.  Zeit für eine Pause? Dann am besten ab ins Kilns: Das geschäftige Restaurant-Café serviert frische mediterrane Küche und liebevoll zubereitete Kaffee-Spezialitäten, mit Blick in die Töpferei nebenan: Hier stellt der koreanische Keramikkünstler Jun Rhee die komplette Tischausstattung eigenhändig her.

 

Nightlife in Newcastle: Alles andere als von der Stange!

Wie es sich für eine Universitätsstadt gehört, ist Newcastle ein echter Garant für aufregendes Nachtleben. Unbedingt einplanen sollte man einen Abend im The Cluny – einer Institution im Szeneviertel Ouseburn. Hier gibt es aufstrebende junge Live-Acts der alternativen Musikszene zu sehen, bei bestem Pub-Food und einer riesigen Auswahl an regionalen Craft-Bieren und Ales. Wer mehr auf Theater und Comedy steht, der kommt in Newcastle ebenso auf seine Kosten: Sieben Tage die Woche gibt es im Comedy-Club The Stands bekannte wie neue Gesichter der britischen Comedy-Szene zu sehen. An den Wochenenden treten in der zweistündigen Show bis zu fünf Stand-Ups auf – Balsam für die Lachmuskeln! Ein echter Geheimtipp ist auch das Alphabetti Theatre: Die Mischung aus Bühne, Bar und Secondhand-Buchladen bringt echte Perlen der alternativen Kunst-, Musik-, Theater-, Comedy- und Poetry-Szene hervor. Wer es hingegen gediegener mag, der verbringt einen Abend im Tyneside Cinema. Das denkmalgeschützte Gebäude ist das letzte aktive Wochenschau-Kino im ganzen Land und begeistert mit bestens erhaltenem Art-Deco-Interieur aus den 1940er Jahren. Mit seinen vier Leinwänden, einer digitalen Kunstgalerie, einem traditionellen Café und zahlreichen interessanten Ausstellungsstücken ist das Kino ein absolutes Must-See. Alternative Filmkunst erlebt man auch in der Side Gallery & Cinema mit nur 51 Sitzplätzen. Die angeschlossene Kunstgalerie widmet sich ausdrucksstarker Fotokunst aus dem Nordosten Englands. In der einzigartigen Sammlung sieht man die Entwicklung der Working Class Newcastles von den siebziger Jahren bis heute. 

The Cluny
The Cluny

 

Relaxen, aufladen, auspowern: Grüne Oasen in und um Newcastle

Nach so viel Kunst und Kultur wird es Zeit für die fantastische Natur in Newcastle. Neben den bekannten Stadtparks lohnt ein Ausflug ins Jesmond Dene. Das bewaldete Flusstal liegt im gleichnamigen Vorort, nur einen kurzen Fußmarsch von der Innenstadt entfernt. Hier sammelt man auf herrlichen Spaziergängen neue Energie, bewundert den romantischen Wasserfall sowie Flora und Fauna. Am besten kommt man zur Nachmittagszeit und nimmt noch einen köstlichen Afternoon-Tea im luxuriösen Boutiquehotel Jesmond Dene House. Wer sich gern sportlich betätigt, joggt oder radelt entlang der bestens befestigten Wege am Tyne-Ufer. Im designierten Bike-Café The Cycle Hub in Ouseburn kann man Räder mieten oder einen leckeren Kaffee mit Blick auf den Fluss genießen. Adrenalin pur verspricht der Adventurepark Beamish Wild, nur wenige Kilometer außerhalb von Newcastle: Im Hochseilgarten bahnt man sich hier seinen Weg durch die Baumspitzen mit Zipline und Freefall. Nichts für schwache Nerven!

 

Von Mittelalterküche bis hin zur Ale-Verkostung: Gastro-Highlights

Kulinarisch gesehen, gibt es nichts, was es in Newcastle nicht gibt. Los geht’s mit einem Take-Away der etwas anderen Art: Hier wird nicht etwa das Essen, sondern die Gäste werden transportiert. Am Bahnhof Newcastle Central steigt man in den so genannten Curry Train nach Northumberland. Die Zugbegleiter servieren an Bord die Drinks und nehmen die Bestellungen für ein viergängiges indisches Menü auf, das angekommen in der Ortschaft Corbridge in einem Curry-House serviert wird. Ein besonderes kulinarisches Erlebnis verspricht ein Bankett im Blackfriar‘s Restaurant – einem ehemaligen Mönchskloster aus dem 12. Jahrhundert, mit dem ältesten Speisesaal des ganzen Landes. Hier isst man à la carte oder bucht ein mittelalterliches Festmahl. Cocktail-, Gin- oder Ale-Freunde sind bei The Botanist gut aufgehoben: Das trendige Bar-Restaurant bietet regelmäßig eine Cocktail- und Gin-Masterclass sowie Ale-Verkostungen an. Über 50 verschiedene regionale Biere hat das Lokal auf der Karte. Oder wie wäre es einmal mit einem „Tipsy Tea“? Den gibt es bei Colonel Porters Emporium, einer Taverne und Rum-Bar, die nach dem gleichnamigen Erfinder von Newcastle Brown Ale benannt wurde. Übrigens: Bei dem „beschwipsten Tee“ serviert man eher weniger Tee, sondern feinste alkoholische Drinks.

 

Zu guter Letzt: Einkaufen in Newcastle

Was wäre ein Städtetrip ohne Shopping? Nur wenige Kilometer außerhalb der Stadt liegt die die größte Shopping-Mall Europas. Doch mitten in der Innenstadt befindet sich ein Einkaufszentrum, das wirklich bleibenden Eindruck hinterlässt: Der pulsierende Grainger Market ist ein echtes Stück Stadtgeschichte. Von Lebensmitteln, Obst und Gemüse bis hin zu Kunsthandwerk, Schmuck und Mini-Bazaren trifft man in der überdachten Markthalle aus dem 19. Jahrhundert so gut wie alles. Aber vor allem eines: Die Einheimischen! Und wer jetzt immer noch kein passendes Newcastle-Souvenir gefunden hat, der hat sicher bei UpsideDownPresents@61side Glück. Unweit der Grey Street ersteht man hier ungewöhnliche Postkarten, handgezeichnete Straßenkarte und Mitbringsel, die nicht jeder hat.

Also: Auf nach Newcastle

Über den internationalen Flughafen Newcastle erreicht man die Stadt aus mehr als 80 Destinationen weltweit. Easyjet fliegt direkt ab Berlin.


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