The Great Exhibition of the North

Kunst, Innovation und Technik feiert den Norden Englands

Dem Norden von England steht ein bunter Sommer bevor. Das mag eventuell an den Temperaturen liegen, mit Sicherheit aber am größten Event, das 2018 in England stattfinden wird: The Great Exhibition of the North. Was sich nach einer normalen Ausstellung anhören mag, ist keine – sondern bedeutet 80 Tage lang beeindruckende Straßenkunst, modernes Design und Technik, die einem den Atem rauben und etliche magische, unerwartete Erlebnisse.

Kreativität und Kunst haben die Kraft Innovationen zu fördern und ganze Regionen umzukrempeln. So auch hier. Aus den ehemaligen Industrie- und Kohlestädten in Nordengland sind längt spannende und lebenswerte Orte geworden. Die Great Exhibition of the North kann deshalb auch als Spiegel verstanden werden, als Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft, aber auch als Innovationstreiber selbst und als Zeichen des neuen Selbstbewusstseins.

Newcastle Biscuit Factory
Newcastle Biscuit Factory // Foto von @smaracuja

Newcastle und Gateshead an der Tyne sind deshalb das Zentrum der Great Exhibition of the North. Die beiden Städte haben sich in den vergangenen Jahren neu erfunden und zu angesagten Hotspots entwickelt. Die Kunst- und Kreativszene blüht.  Ehemalige Industrieanlagen sind zu Ateliers geworden, in denen sich Künstler aus aller Welt ihrer Arbeit widmen können und einen Gegenpol zur etablierten Szene in London bilden. Natürlich haben sie eine attraktive Lifestyle-Szene mitgebracht: Beide Schwesterstädte sind hip, aber noch nicht zu hip geworden. Der Industriecharme, der gerade so modern ist und überall kopiert wird, ist hier echt.

Drei Gebäude sind Start und Zentrum für die Great Exhibition of the North: Das „Baltic Centre for Contemporary Art“, das sich in einem ehemaligen Getreidesilo befindet, das „Sage Gateshead“, dessen Architektur - designt von Sir Norman Foster - aus einem Science-Fiction-Film stammen könnte und das „Great North Museum: Hancock“, ein Museum, das innovativ und neu denkt und ausstellt. Sie sind durch spezielle Routen miteinander verbunden, auf denen die Besucher wahre Wunder erleben können. Innovation, Kunst und Design sind hier die Hauptthemen  - die auf die Straße und ins Stadtbild geholt werden.

The BALTIC Centre
The BALTIC Centre // Foto von @smaracuja

Das macht Sinn. Denn die Great Exhibition of the North ist eine Hommage an die Geschichte und die Entwicklung der Region in England. Städte und Einwohner haben dabei natürlich immer eine große Rolle gespielt. Es wird Ausstellungen geben, Events, Filmvorführungen, Straßen-Performances und noch viel mehr – das Programm ist so vielfältig wie die Kultur der Region und die Interessen ihrer Künstler und Innovatoren selbst. Und oft gibt es einen Bezug zu Nordengland und dessen Geschichte.

Besonders deutlich wird das an der Wasserskulptur, die mitten auf dem Fluss Tyne platziert werden soll. Sie wird eine Höhe von 80 Meters erreichen und nur für die 80 Tage der Ausstellung zu sehen sein. Die dabei entstehende Engelsfigur ist eine Hommage an „The Angel of the North“, einer Stahlskulptur von Antony Gormley, die kurz vor Gateshead steht und unter anderem die Veränderung vom Industriezeitalter zu einem Informationszeitalter symbolisiert. Ein Zeichen der Hoffnung und auch ein dankbarer Blick auf das Erbe der Region.

Für die Great Exhibition of the North ziehen alle an einem Strang -  weit über 1000 Freiwillige werden dafür sorgen, dass die Besucher ein einmaliges Erlebnis haben werden. Ihr Antrieb ist ihr Stolz auf die Entwicklung ihrer Heimat, sie wollen Gastgeber sein und zeigen, wie sich ihre Städte gemausert haben. Und das können sie. Zusammen mit den unzähligen Künstlern, den Kuratoren, den Ausrichtern und jedem Bewohner haben sie 80 Tage Zeit, um den Rest der Welt von den Wundern im Norden Englands zu überzeugen. Und das werden sie mit Leichtigkeit hinbekommen.

Die Great Exhibition of the North findet vom 22. Juni bis zum 9. September 2018 statt.

Mehr Information gibt es hier: getnorth2018.com

 

Angelika Schwaff hat für ihren Blog Reisefreunde schon 91 Länder besucht  - in Newcastle war sie übrigens zum ersten mal direkt nach dem Abitur - mit 19 Jahren.


 

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