OMGB > Unsere Tipps für eine Städtereise nach London

Unterwegs in einer der aufregendsten Metropolen der Welt: Spannende Tage in London verbringen

 

Tag 1: Königliches Erbe

 

Am Morgen zum Buckingham Palace

Der Besuch des Buckingham Palace darf auf einer London-Reise nicht fehlen. Wann hat man schon einmal die Gelegenheit, einen königlichen Palast zu sehen, der tatsächlich noch als solcher genutzt wird? Hier residieren die britischen Könige und Königinnen seit 1837 und halten bis heute wichtige Staatsbesuche ab.

Dennoch ist der Buckingham Palace mit seinen 775 Zimmern auch für Besucher geöffnet. In der Zeit von Juli bis Ende September, wenn die prunkvollen 19 Staatsgemächer (State Rooms) nicht für offizielle Zeremonien und Besuche genutzt werden, können diese besichtigt werden. Sie sind ausgestattet mit feinstem englischem und französischem Mobiliar, an den Wänden hängen Werke der Alten Meister wie Rembrandt, Rubens und Vermeer. Zur königlichen Kunstsammlung (Royal Collection) zählen etwa auch Skulpturen von Canova und Chantrey und erlesenes Sèvres-Porzellan.


Buckingham Palace in London

Königliche Geschenke 

Während der Öffnung der Staatsgemächer in den Sommermonaten wird jedes Jahr eine andere Sonderausstellung gezeigt. Im Jahr 2017 trägt sie den  Titel “Royal Gifts”. Sie präsentiert offizielle Geschenke aus aller Welt, die Queen Elizabeth II. während ihrer fast 70-jährigen Herrschaft erhalten hat.

Mit einem Royal Day Out Ticket haben Besucher nicht nur Zugang zu den Staatsgemächern (State Rooms), sondern auch zur Queen’s Gallery mit ihren jährlich wechselnden Kunstausstellungen und zu The Royal Mews, den Königlichen Hofstallungen. Dort sind prächtige, historische Kutschen und Gespanne zu sehen. Höhepunkt ist The Gold State Coach, sie wurde 1760 gebaut und seit 1821 bei jeder Krönung benutzt. Relativ neu und ebenfalls prunkvoll ist The Diamond Jubilee State Coach, die seit 2014 bei offiziellen Staatsbesuchen verwendet wird.

 

Wachablösung am Buckingham Palace: 11:30 Uhr

Die Wachablösung (Changing of the Guards) ist die Zeremonie, die am engsten mit der königlich-britischen Tradition und dem Buckingham Palace assoziiert wird. Kein Wunder, sie findet bereits seit mehr als 700 Jahren statt. Tausende Touristen machen täglich Fotos von den beeindruckenden Guards in ihren Paradeuniformen mit den leuchtend roten Jacketts und den hohen, dunklen Bärenfellmützen.

Doch die Wachablösung ist alles andere als ein bloßes Spektakel für Zuschauer. Die Wachen sind tatsächlich zuständig für den Schutz der königlichen Familie, des Buckingham Palace und des St. James's Palace. Deshalb sind die Queen's Guards bestens ausgebildete Infanteriesoldaten, meistens mit Manövererfahrung.


Wachablösung vor dem Buckingham Palace

Tägliche Zeremonie im Sommer

Die gesamte Zeremonie mit den marschierenden Soldaten, der Militärkapelle und der symbolischen Schlüsselübergabe dauert etwa 45 Minuten. Die Wachablösung erfolgt von April bis Juli täglich um 11.30 Uhr, im Herbst und Winter meist jeden zweiten Tag, wetterbedingt manchmal seltener. 

 

Einer der ältesten Shops Londons 

Vom Buckingham Palace ist man in 30 Minuten zu Fuß in östlicher Richtung in der Straße Strand, von den Londonern nur The Strand genannt. Sie verband im Mittelalter die City of London mit der City of Westminster, als diese noch getrennte Ortschaften waren. In der Hausnummer 216 ist ein ganz besonderer Laden zu finden: Twinings. Hier wird seit mehr als 300 Jahren Tee verkauft. Die Geschichte begann 1706, zu einer Zeit, als man in England vor allem Kaffee, Gin und Ale genoss – und das auch schon zum Frühstück.

Thomas Twining allerdings war ein überzeugter Teetrinker und begann in seinem Coffee House in London mit dem Verkauf der Importware. Er versprach, nur die höchste Teequalität und die besten Teemischungen zu verkaufen. Mit Erfolg: Bald hatte er prominente Fans wie Jane Austen und Charles II. Und der erste Teeshop Londons ist bis heute erhalten geblieben und eines der ältesten Geschäfte überhaupt in der Stadt.

Twinings ist auch einer der ernannten Königlichen Hoflieferanten (Royal Warrant holders) und bietet in seinem Flagship Store in der 216 Strand eine gigantische Auswahl an Teesorten. Es gibt eine Tee-Bar, an der man unzählige Sorten probieren kann. Auch ein kleines Museum über Twinings Geschichte gehört zu dem Laden.

#OMGB Moment: Es gibt wohl kaum einen besseren Ort, um zu lernen, wie man Tee richtig zubereitet und genießt. Eine zweistündige Tea Masterclass mit der Verkostung mehrerer Sorten kann im Laden gebucht werden.

 

Afternoon Tea

Wem der Sinn nach weiteren Delikatessen wie etwa Kaviar oder feinen Pralinen steht, der kann von hier in etwa 15 Minuten zu Fuß bei Fortnum & Mason n der Piccadilly Street sein. Das Feinkost-Kaufhaus ist ebenfalls Königlicher Hoflieferant und kann auf eine interessante Entstehungsgeschichte zurückblicken.

William Fortnum war Anfang des 18. Jahrhunderts ein Diener von Königin Anne – und er war sehr geschäftstüchtig. So verkaufte er fleißig die Kerzenstumpen, die im königlichen Haushalt täglich übrig blieben. Als er genug Geld zusammen hatte, eröffnete er gemeinsam mit seinem Freund Hugh Mason ein kleines Lebensmittelgeschäft, das sich im Laufe der Zeit mit seinen exotischen und exklusiven Köstlichkeiten einen Namen machte und schließlich als Fortnum & Mason berühmt wurde.

#OMGB Moment: Der Afternoon Tea ist nicht nur historisches, englisches Kulturgut, sondern heutzutage wieder sehr in Mode. Fortnum & Mason bietet im eleganten Diamond Jubilee Tea Salon einen edlen Afternoon Tea an. Man sollte vorab reservieren.

 


Afternoon Tea im Diamon Jubilee Tea Salon von Fortnum & Mason in London

Die Kronjuwelen der Königin

Weiter geht es zum Tower of London, wo die britischen Kronjuwelen ausgestellt sind. (Von Fortnum & Mason dauert die Fahrt etwa 30 Minuten, ab Green Park bis London Bridge mit der Jubilee Line).

In seiner knapp 1000-jährigen Geschichte war der Tower of London schon vieles: Burg, Waffenlager, Zoo, Münzprägestätte (Royal Mint) und Ort für Hinrichtungen. Nicht zuletzt deshalb ranken sich viele Sagen und Legenden um das Bauwerk, das 1066 errichtet wurde, und hinter dessen mächtigen Mauern angeblich jede Menge Geister und Gespenster spuken sollen.


Tower of London

Die Wächter des Tower of London

Heute ist der Tower of London eine der beliebtesten Besucherattraktionen der Stadt. Und das natürlich auch, weil hier die Kronjuwelen ausgestellt sind. Dazu zählen die mit Diamanten und Juwelen verzierten Kronen, Zepter, Reichsäpfel und Schwerter. Und diese sind nicht nur funkelnd schön, sondern auch europaweit die einzigen Insignien, die tatsächlich noch zeremoniell verwendet und beispielsweise bei der Krönung getragen werden.

#OMGB Moment: Könige und Kronjuwelen, unheimliche Folterwerkzeuge und wertvolle Münzen schön und gut – doch die wahren Stars des Tower of London sind die Raben. Eine alte Legende besagt nämlich, dass das Königreich und der Tower an dem Tag zerfallen, an dem die sechs Raben verschwinden. Eigens für diese schwarzgefiederten Schicksalswächter zuständig ist deshalb der Rabenmeister (Raven Master). Er wird von den berühmten Yeoman Warders (Beefeaters) gestellt.

 

Der aktuelle Raven Master Christopher Skaife ist der Tradition verpflichtet und trägt die typische schwarz-rote Uniform samt Hut. Doch twittert er auch ganz zeitgemäß interessante Bilder und Filme von den Vögeln, die natürlich allesamt Namen und ihre ganz persönlichen Eigenheiten haben. Den großen Vögeln mit ihren kräftigen Schnäbeln sollte man nicht zu nahe kommen. Doch wann trifft man schon einmal einen Rabenmeister? Ein Foto mit ihm ist eine einmalige Urlaubserinnerung.

 

Tipps zum Übernachten in London

Luxuriös: Nicht weit vom Buckingham Palace bietet The Goring allen Luxus eines 5-Sterne-Hotels. Hier übernachtete übrigens Kate, die Herzogin von Cambridge, am Tag vor ihrer Hochzeit. Direkt an der Themse liegt das historische 5-Sterne-Hotel The Royal Horse Guards. Hier übernachten gern Politiker und Staatsmänner aus aller Welt, denn das Auswärtige Amt und das Parlament sind nicht weit von hier zu finden.

Boutique-Stil: In der Nähe des Buckingham Palace sind zum Beispiel The Nadler und Hotel 41 gute Adressen.

Moderat: Empfehlenswert ist die Hostelworld App mit mehr als 30 000 Hostel, Bed & Breakfasts und Budget Hotels, inklusive Gästebewertungen.

 

Tipps zum Essen in London

Quaglino’s war das erste öffentliche Restaurant, in dem eine britische Monarchin speiste – und zwar die frisch gekrönte Queen Elizabeth II. im Jahr 1956. Es handelt sich um eine edle französische Brasserie mit erlesener Weinkarte. Und es gibt sogar eine Austernbar.
 

 

Tag 2: Spaß und Action 

 

Mit dem Schnellboot über die Themse

London bietet eine Vielzahl an Museen, Schlössern und Burgen. Zwischendurch tut es gut, einmal die Perspektive zu wechseln und etwas Adrenalin zu tanken. Zum Beispiel bei einer Tour mit dem Schnellboot auf der Themse. Ganz so wie Pierce Brosnan als Agent 007 in Die Welt ist nicht genug saust man bei der Thames RIB Experience zu den Klängen der Bond-Musik an der O2-Arena vorbei. Auf der 20-minütigen Tour fahren Teilnehmer etwa unter der Luftseilbahn Emirates Air Line, die über die Themse führt, hindurch, vorbei am berühmten Greenwich Yacht Club und durch das wuchtige, futuristisch anmutende Sturmflutsperrwerk Thames Barrier.


Mit dem Schnellboot über die Themse

#OMGB Moment: Wem die rasante Bootsfahrt noch nicht aufregend genug war, der kann “urban mountaineering” ausprobieren. Nur fünf Minuten Fußweg vom North Greenwich Pier, wo die Speedboottour endet, steht The O2. Mutige können auf das Dach der berühmten Arena steigen. Weder Treppen noch Lift führen dort hinauf, stattdessen bezwingen Teilnehmer mit ihrer eigenen Körperkraft die Anhöhe, geführt von einem Guide und gesichert per Geschirr. Oben werden die städtischen “Bergsteiger” mit einem 360-Grad-Rundumblick über London in 52 Metern Höhe belohnt – besonders beeindruckend nach Einbruch der Dämmerung!

 

Eisklettern unweit des Trafalgar Square

Wie man den restlichen Tag voller Spaß und Action verbringt, entscheiden die eigenen Vorlieben. Kletterfans beispielsweise finden in London etliche Hallen wie etwa The Arch Climbing Wall oder The Castle – Climbing Centre. Und mitten in der City ist es sogar möglich, eine Eiswand zu erklimmen – und das nur zehn Gehminuten vom Trafalgar Square entfernt. Vertical Chill in Covent Garden gehört zu einem Outdoor-Ausrüstungs-Shop. In einem großen begehbaren Kühlraum befindet sich dort eine acht Meter hohe, mit Eis überzogene Wand. Mit warmer Kleidung und Eisaxt ausgestattet kann das Abenteuer beginnen. Keine Sorge wegen der Kälte: Warm wird einem bei der anspruchsvollen Kletterpartie ziemlich schnell.

 

Blick über London 

Körperlich nicht so anstrengend, aber dafür sehr spektakulär ist eine Fahrt mit dem Riesenrad London Eye. Aus 135 Metern Höhe überblickt man die gesamte Stadt – an klaren Tagen kann man bis zu 40 Kilometer weit in jede Richtung schauen. Bevor Fahrgäste einsteigen, können sie die London Eye 4D-Experience erleben mit vielen Spezialeffekten (der Besuch ist im Ticket für das London Eye enthalten).

Eine andere Möglichkeit, London aus der Vogelperspektive zu sehen – und das sogar ganz ohne Eintritt – ist der Sky Garden. Das Hochhaus in der 20 Fenchurch Street unweit der London Bridge wurde 2014 fertig gestellt. Es hat eine außergewöhnliche Form, denn es wird nach oben hin breiter. Ganz oben ist über drei Stockwerke der Sky Garden zu finden. Es ist mit 155 Metern Londons höchster Park. Der Eintritt ist frei, eine vorherige Anmeldung online allerdings nötig.


Die atemberaubende Aussicht über London vom Sky Garden

Auf dem Paddelbrett auf Londons Kanälen

Wer dagegen eher das Wasser liebt, wird es genießen, London vom Paddelbrett aus zu erleben. Im ruhigen Wasser des Paddington Basin nicht weit vom Bahnhof Paddington Station zum Beispiel gibt es die Möglichkeit, Stand-Up-Paddeling (SUP) zu erlernen. Fortgeschrittene Stehpaddler können dort auch an SUP-Rennen teilnehmen oder SUP-Yoga ausprobieren.

 

Spaß für Kinder 

Nervenkitzel und Spaß besonders für Familien bieten zwei Attraktionen, die unweit von Big Ben und Westminster Abbey zu finden sind: The London Dungeon ist ein legendäres Gruselkabinett, in dem Besucher manchen blutigen Ereignisse der englischen Geschichte näher kommen, als es ihnen lieb ist. Jack the Ripper etwa spielt natürlich eine Rolle und auch der Großen Pest von London widmet man sich hier auf furchteinflößende Weise.

Eine der neuesten Londoner Familienattraktionen (seit Sommer 2015) ist Shrek’s Adventure. Es begeistert besonders jüngere Kinder, denn sie können hier dank aufwändiger Kulissen durch die Welt des bekannten Filmhelden Shrek und seiner Freunde laufen. Ein großer Spaß auch für Erwachsene ist die virtuelle 4-D-Bustour durch London, bei der es ordentlich kracht und wackelt.

 

Durch London radeln 

London lässt sich auch gut mit dem Rad erkunden. Bei solch einer Stadtrundfahrt kommt man der Metropole ganz besonders nahe. Und da in den vergangenen Jahren in London viele Radwege entstanden sind, gibt es eine große Auswahl an Routen.

#OMGB Moment: Mit dem Fahrrad über die Tower Bridge fahren! London Bicycle bietet verschiedene Touren (auch auf Deutsch) an. Wie wäre es etwa mit der “Old Town Tour”? Sie dauert circa 3,5 Stunden und führt unter anderem an der Tate Modern und dem New Globe Theatre vorbei, weiter zum Bourough Market, einem der schönsten und ältesten Märkte der Stadt mit bestem Street Food und frischen, lokalen Produkten. Die Radler fahren sogar über die Tower Bridge und kommen auch an der St. Paul’s Cathedrale vorbei.

 

Tipps zum Übernachten in London

Moderat: Die beiden Londoner Safestay Hostels sind modern und hip gestaltet und zentral gelegen. Das Safestay London Elephant & Castle südlich der Themse liegt nur knapp 2,5 Kilometer entfernt von London Eye und Big Ben. Das Safestay London Holland Park befindet sich in Kensington unweit des Hyde Park.  

Boutique-Stil: Nicht weit vom Queen Elizabeth Olympic Park und dem angesagten East End steht das Qbic Hotel London City. Es ist ein kreativ eingerichtetes Designhotel mit moderaten Preisen.

 

Tipps zum Essen in London

Wer auch beim Essen noch Action wünscht, ist im Restaurant Circus im West End genau richtig. Hier werden zwischen den Gängen Feuershows und Akrobatik geboten.

Im La Bodega Negra ist nichts wie es scheint – genau das macht es zu einem der angesagten Restaurants in Soho. Man muss nämlich zunächst einen Laden betreten, der provokant Sex Shop heißt und entsprechend pink illuminiert ist, ehe man in das eigentliche Restaurant gelangt, in dem fantastisches Essen und gute Cocktails serviert werden. Rein kommt man nur mit vorheriger Reservierung.

 

 

Tag 3: Zauberer, Agenten und Detektive - auf filmischen Spuren

 

Der berühmteste Zauberer der Welt

Harry-Potter-Fans wissen Bescheid, wenn sie die Millenium Bridge erblicken. Denn der Film Harry Potter und der Halbblutprinz beginnt mit einer dramatischen Szene, in der genau diese Brücke zusammenbricht. Während der Dreharbeiten für den Film im Jahr 2008 war die Fußgängerbrücke für zwei Tage gesperrt – blieb aber selbstverständlich unversehrt. Und so führt sie über 325 Meter nach wie vor über die Themse und verbindet die City mit Southwark.


Die Fußgängerbrücke Millenium Bridge

Hoch oben in den Lüften 

In Harry Potter und der Orden des Phönix ist ein anderes Londoner Wahrzeichen prominent zu sehen: The London Eye. Am Südufer der Themse, nicht weit von der Westminster Bridge, dreht sich Europas höchstes Riesenrad in einer Höhe von 135 Metern. Man kann also von oben wie aus der Hexenflug-Perspektive die Tower Bridge, den Buckingham Palace und Big Ben sehen.

Direkt neben dem Glockenturm Big Ben befindet sich der U-Bahnhof Westminster – den auch Harry Potter oft benutzt, wenn er im Film unterwegs ist. Und Mister Weasley etwa lernt in Harry Potter und der Orden des Phönix das Londoner U-Bahn-System in der Westminster Station kennen, die eigens für den Dreh einen Tag gesperrt werden musste.


Europas größtes Riesenrad: das London Eye

Auf dem Bahnsteig 9 ¾ 

Doch am wichtigsten für Potterfans ist natürlich der Bahnsteig 9 ¾, von dem aus Harry Potter in Richtung Hogwarts abfährt. Zu finden ist er am U-Bahnhof King’s Cross: Halb in der Wand verschwindet hier ein Trolley samt Koffern und Harrys Eule. Besucher können ihre Zauberkräfte ausprobieren und versuchen, diesen Trolley anzuschieben (beliebtes Fotomotiv!). Wem es indes nicht gelingt auf diese Weise in der magischen Welt zu landen, der kann stattdessen den Harry-Potter-Shop direkt am Bahnsteig 9 ¾ besuchen, dort gibt es Zauberstäbe und andere magische Gegenstände.

Zu weiteren Harry-Potter-Orten führt zum Beispiel ein Spaziergang, der immer sonntags (14 Uhr) und manchmal mittwochs stattfindet und von einem Guide begleitet wird. Die zweistündige Tour steuert mehr als 20 Orte an, die in den Filmen vorkommen. Auch eine Harry-Potter-Bus-Tour wird mehrmals pro Woche angeboten.  

Einen Blick hinter die Harry-Potter-Filmkulissen kann man bei einer Warner Bros. Studio Tour werfen. Die Studios befinden außerhalb der Stadt, gut 30 Kilometer nordwestlich von London. Es gibt unter anderem einen Shuttlebus ab dem Bahnhof Watford Junction dorthin.

 

London im James Bond Stil

Schon lange vor dem Zauberlehrling Harry Potter war 007, Geheimagent im Dienste seiner Majestät, als Filmheld in London unterwegs. Denn auch wenn ihn seine Aufträge in die ganze Welt hinausführen, so kehrt James Bond doch immer wieder nach London zurück. Vor allem in Skyfall gibt es etliche Szenen, die in London spielen.  

Ein echtes James-Bond-Gefühl kann man bei einem Helikopter-Flug über der Stadt erleben. Brit Movie Tours steuert dabei viele 007-relevante Orte an: Man fliegt zum Beispiel über Big Ben, Trafalgar Square, Buckingham Palace und The O2, wo eine denkwürdige Verfolgungsjagd von Bond (Pierce Brosnan) auf eine vermeintliche Attentäterin in Die Welt ist nicht genug dramatisch endet. Fans werden auch viele Orte aus den 007-Filmen In tödlicher Mission (For Your Eyes Only) oder Spectre bei diesem Rundflug wiedererkennen.

Wieder zurück auf dem Boden lohnt sich ein Besuch der Dauerausstellung Bond in Motion im London Film Museum. Ursprünglich geplant als Sonderausstellung, die nur einige Monate laufen sollte, wurde Bond in Motion zur erfolgreichsten Ausstellung in der Geschichte des London Film Museums, und ist nun fest ins Museum integriert. Bond in Motion lässt die Herzen von James-Bond- und Oldtimer-Fans gleichermaßen höher schlagen. Denn die Ausstellung zeigt unter anderem Originalfahrzeuge der letzten 50 Jahre Bond-Geschichte, darunter den Aston Martin DB5 aus Golden Eye oder den Rolls-Royce Phantom III aus Goldfinger. Auch Requisiten und Storyboards sind ausgestellt.

 

Auf Sherlock Holmes’ Spuren

Arthur Conan Doyle’s Detektiv Sherlock Holmes hat durch die Neuverfilmung mit Benedict Cumberbatch in der Hauptrolle neuen Kultstatus erlangt. Die meisten Szenen dieser erfolgreichen BBC-Serie wurden in London gedreht.

Die Wohnung des berühmten Detektivs befindet sich offiziell natürlich in 221b Baker Street. Tatsächlich gedreht wurde aber in der North Gower Street nahe dem Bahnhof Euston Station. In allen drei Staffeln ist das Café Speedy’s mit seiner auffällig roten Markise zu sehen, das sich direkt neben Sherlocks Wohnung befindet.

Im Film gehört es Mr. Chatterjee und Sherlocks Vermieterin Mrs. Hudson geht gern dorthin. Das können Besucher ebenfalls tun. In der beliebten Sandwich Bar gibt es sogar einen “Sherlock Wrap” und einen “Watson Wrap" – die Zutaten sind mit Bedacht gewählt und sollen jeweils die Charaktereigenschaften der beiden Filmhelden widerspiegeln.

#OMGB Moment: Die charakteristische Tür zu Sherlocks Apartment und das Café Speedy’s in der 187 North Gower Street direkt daneben sind der perfekte Ort für ein Selfie mit filmischem Wiedererkennungswert (am besten so hinstellen, dass die tatsächliche Hausnummer 187 verdeckt wird, dann ist die Illusion perfekt).

 

Weitere filmische Rundgänge und Busfahrten zu James Bond und Sherlock Holmes bietet unter anderem Brit Movie Tours an.

 

Schauspieler und Prominente 

Schauspieler, Filmemacher, Musiker, Models – London hat eine hohe Dichte an Prominenten vorzuweisen. Mit etwas Glück trifft man sogar einen Star auf der Straße oder in einer Bar. Die Chancen dafür stehen zum Beispiel im Viertel Notting Hill nicht schlecht. Spätestens seit dem gleichnamigen Film mit Julia Roberts ist es dem breiten Publikum als noble Nachbarschaft bekannt.

Bis heute hat sich die Gegend einen gewissen dörflichen Charme bewahrt, das wissen Prominente wie Jamie Oliver, Stella McCartney oder Elton John zu schätzen. Entsprechend gute Restaurants und schöne Läden haben sich hier angesiedelt. Ein buntes Spektakel ist der jährliche Notting Hill Carnival am letzten Augustwochenende.

Im Pub The Grapes stehen die Chancen auch nicht schlecht, dem einen oder anderen Star zu begegnen. Schließlich gehört er dem Herr-der-Ringe-Star Sir Ian McKellen. Sting, Patrick Stewart oder Kristin Scott Thomas haben dort schon vorbeigeschaut.

 

Einkaufen, wo auch Kate Moss gern shoppen geht 

St. John’s Wood am Regents Park unweit der Abbey Road Studios ist eine beliebte Wohngegend bei Stars wie Keith Richards, Lilly Allen oder Ewan McGregor. Am Leicester Square wiederum wurden schon George Lucas oder Johnny Depp gesehen. In den Vintage-Läden an der Portobello Road in der Nähe des Hyde Park gehen angeblich auch Kate Moss und Sienna Miller gern mal shoppen.

Allgemein sind Mayfair und Soho mit ihren guten Restaurants und coolen Clubs und Bars wie dem The Groucho Club oder The Crown and Two Chairmen auch bei Prominenten angesagt.

 

Tipps zum Übernachten in London

Luxuriös: Der Eingang des 5-Sterne-Hotels The Langham London ist im Bond-Film Golden Eye mit Pierce Brosnan zu sehen. Eröffnet 1865 ist es Londons ältestes Grandhotel.

Luxuriös: Unterwegs auf den Spuren von Bond landet man unweigerlich im Dukes Hotel in Mayfair. Dort ist die legendäre Cocktailbar zu finden, die Ian Fleming zu James Bonds Martini inspiriert haben soll.

 

Tipps zum Essen in London

Das älteste Restaurants Londons Rules war ebenfalls Bond-Filmlocation und ist in Spectre zu sehen.

Fans von Downton Abbey sollten Simpsons in the Strand besuchen. Es diente schon mehrfach als Filmlocation.

Beliebt – auch bei Prominenten – ist The Ivy in Londons Theaterviertel West End.

Das wohl angesagteste chinesische Restaurant ist Yauatcha. Hier gehen auch Stars wie Amanda Seyfried, Gwyneth Paltrow und Gwen Stefani gern mal essen. Ziemlich lässig ist die lange Bar – sie ist ein Aquarium.

 

 

Tag 4: Kunst, Kultur und Musik

 

Riesige Auswahl an Museen und Galerien

Mit der Tate Modern, dem weltberühmten British Museum, der National Gallery oder dem Victoria & Albert Museum verfügt London über einige der renommiertesten Museen der Welt. Man könnte ganze Wochen dort verbringen, so viel gibt es zu entdecken. Und das Beste: Bei den meisten staatlichen Museen und Ausstellungen ist der Eintritt frei. Einzig für Sonderstellungen müssen Tickets erworben werden.

 

Nachts im Museum 

Allein schon das Gebäude ist einen Besuch wert: Im prunkvollen romanisch-byzantinischen Stil gehalten und erbaut im Jahr 1860 ist das Natural History Museum eine wahre Augenweide. Rund 70 Millionen Exponate gehören zu dem Museum. Zu sehen sind etwa Fossilien oder das Skelett eines Blauwals. Es gibt sogar noch von Charles Darwin per Hand beschriebene Etiketten an manchen Ausstellungsstücken (im Darwin-Centre des Museums).

#OMGB Moment: Ein Erlebnis, das niemand so schnell vergisst, ist eine Nacht im Museum. Bei dem Event mit dem Titel Dino Snores im Natural History Museum ist genau das möglich. Hier kann man sich abends in aller Ruhe in den Museumsräumen umschauen und später ein Drei-Gänge-Menü und Livemusik genießen. Für Experimentierfreudige gibt es außerdem die Gelegenheit, ein paar knusprige Insekten zu probieren.

 

Übrigens: Der Film Nachts im Museum: Das geheimnisvolle Grabmal mit Ben Stiller und Robin Williams wurde im British Museum gefilmt.


Das berühmte Natural History Museum

Shakespeare so, wie es sich Shakespeare wünschte

Etwa 200 Meter versetzt vom einstigen Standort des historischen Globe Theatre steht heute das neue Shakespeare’s Globe Theatre als Aufführungsort. Der Bau orientiert sich an dem Original, er ist nach oben offen. Das bedeutet, wenn man eines der preiswerteren Stehplatztickets kauft (schon ab 5GBP !), ist es gut möglich, dass man etwa bei der Aufführung von Der Sturm im Regen steht oder, dass man Ein Sommernachtstraum an einem lauen Abend unterm Sternenhimmel erlebt – viel authentischer geht es nicht! Natürlich gibt es auch überdachte Sitzplätze. Empfehlenswert ist es, an einer Führung des Theaters teilzunehmen, um mehr über Shakespeares London zu erfahren.

 

Eines der berühmtesten Opernhäuser der Welt 

Auf der Bühne des bedeutendsten britischen Opernhauses Royal Opera House in Covent Garden stehen regelmäßig die Weltstars der Hochkultur und schmettern ihre Arien. Das Haus ist auch die Heimat des Royal Ballet und des ROH Orchestra. Tagsüber werden Führungen veranstaltet, mit etwas Glück erhascht man dabei einen Blick auf das Royal Ballet bei einer Probe.

Wer es einrichten kann, sollte versuchen, eine Vorstellung im Royal Opera House zu besuchen. Zuschauer, die im Voraus buchen, bekommen oft günstige Tickets, manchmal sogar schon für 15 GBP.

 

Unter freiem Himmel 

Eine ganz besondere Atmosphäre herrscht bei den Vorstellungen im Open Air Theatre im Regents Park. Von Mai bis September werden hier unter freiem Himmel preisgekrönte Theaterstücke aufgeführt – weder Bühne noch Zuschauerbereich sind überdacht. Trotzdem muss wegen schlechten Wetters nur selten abgesagt werden: Laut Theater werden durchschnittlich 90 Prozent der Stücke zu Ende gespielt.


Eine Theateraufführung im Open Air Theatre im Regents Park

Wo The Beatles ihre Hits aufnahmen 

Eine halbe Stunde Fußweg vom Regents Park gen Nordwesten geht es weiter in Richtung Popmusik. Dort sind nämlich die legendären Abbey Road Studios zu finden – dank der Beatles das berühmteste Tonstudio der Welt. In den 30 Jahren zwischen 1952 und 1982 etwa entstanden hier 74 Nummer-Eins-Hits, darunter allein 15 der Beatles. Die Abbey Road Studios gehören zum Plattenkonzern EMI. Sie können nicht besichtigt werden.

#OMGB Moment: Vor den Abbey Road Studios ist der bekannteste Zebrastreifen der Welt zu finden. Denn das Cover des Albums Abbey Road von 1969 zeigt die vier Beatles, wie sie eben diesen Zebrastreifen überqueren. Das lässt sich leicht nachstellen – wie wäre es mit einem Familienfoto?

 

In der Carnaby Street 

Londons Zeit als stilprägende Metropole und “Swinging City” in den 1960er-Jahren ist eng verknüpft mit der Carnaby Street in Soho (von den Abbey Road Studios sind es etwa 20 Minuten mit der U-Bahn bis dorthin). Die Straße war damals eine wichtige Schnittstelle zwischen junger Musik und ausgefallener Mode. Dort kauften The Beatles, The Rolling Stones, The Kinks, Marlene Dietrich, Brigitte Bardot und Elizabeth Taylor ein.

Und spätestens nachdem 1964 der legendäre Marquee Club nach Soho in die Wardour Street nahe Carnaby zog, war die Gegend das Epizentrum der Jugendkultur. In dem Club, der mittlerweile geschlossen ist, traten in den folgenden Jahren Jimi Hendrix, David Bowie, Cream, Pink Floyd, Led Zeppelin, Jethro Tull und viele andere spätere Stars auf.


Carnaby Street in Soho

Vintage und Platten im East End

Angesagte, sehr individuelle Läden findet man im trendigen East End, also im Osten Londons. Zum Beispiel die Markthalle Old Spitalfields Market. Für Vintagefans lohnt sich ein Bummel durch das Viertel Shoreditch und auf der Brick Lane. Ausgefallene Läden für Mode, Design, Kunst und Interior sind hier zu finden, wie zum Beispiel A Child of the Jargo, Rokit, Beyond Retro, oder House of Vintage.

Wer am Wochenende in London ist, kann den Vintage Markt und Sunday UpMarket in der ehemaligen Truman Brewery an der Brick Lane besuchen.

Und Musikfans sollten im Rough Trade in der Brick Lane nahe der Old Truman Brewery vorbeischauen. Es ist einer der legendärsten Plattenläden Londons und gelegentlich geben hier auch bekannte Bands live Geheimkonzerte.


Der legendäre Rough Trade Plattenladen in Brick Lane

Tipps zum Übernachten in London

Luxuriös: Stylish und mit viel edlem Design ist das W Hotel am Leicester Square eingerichtet. Zur Eröffnung kamen Stars wie Kate Moss und Boy George.

Boutique-Stil: Obwohl – oder gerade weil – es nur zwei Zimmer hat, genießt das Designhotel 40Winks einen legendären Ruf. Es gibt ein Doppelzimmer und ein Einzelzimmer und für beide sogar nur ein Bad. Gelegen im trendigen East End fühlen sich hier auch manche Stars und Künstler wie zu Hause.

Moderat: Die Z Hotels liegen in der Innenstadt mit Standorten in Soho, Shoreditch, Victoria und Picadilly und bieten hübsche Zimmer zu erschwinglichen Preisen.

 

Tipps zum Essen in London

Typisch britische Gerichte wie „Mulligatawny“ oder „London Pride“ werden im The Gilbert Scott modern interpretiert.

Der ur-britische Afternoon Tea mit Sandwiches, Scones, „clotted cream“ und vielem mehr ist wieder sehr in Mode. Schöne Adressen dafür sind das Café im traditionellen The Mandeville Hotel in der Nähe der Oxford Street. Oder das moderne Restaurant Chiswell Street Dining Rooms gut zwei Kilometer nordwestlich der Tower Bridge.

 

 

Tag 5: Ein Mekka für Sportsfreunde

Der heilige Rasen von Wimbledon

Einmal im Jahr blickt die ganze Welt auf Wimbledon, wenn das prestigeträchtige Tennisturnier auf dem “heiligen Rasen” stattfindet.  Ausgetragen wird es seit 1877 und ist damit das ältestes Tennisturnier der Welt. Und ohne Zweifel das charmanteste – denn Traditionen werden hier gepflegt: So hat das Königshaus eine eigene Loge, die Royal Box. Die Zuschauer essen seit jeher Erdbeeren mit Schlagsahne (Im Laufe des Turniers werden mehr als 20.000 Kilogramm verkauft) und trinken Pimm’s, ein alkoholhaltiges Mixgetränk.

Die Geschichte des Tenniscourts wird im Wimbledon Lawn Tennis Museum dokumentiert. Das Museum hat übrigens auch während des 14-tägigen Wimbledon Turniers im Juli geöffnet und bietet so eine gute Gelegenheit, etwas Turnierflair zu erleben, auch wenn man kein Ticket dafür ergattern konnte. Tickets für das Wimbledon Lawn Tennis Museum verkauft der VisitBritain Shop.

 

Hauptstadt des Fußballs

England gilt als das Mutterland des Fußballs und London ist definitiv seine Hauptstadt. Denn allein fünf Londoner Teams spielen in der Premier League. Außerdem gibt es acht weitere Profiteams in den unteren Ligen. Arsenal FC , Chelsea FC, Chrystal Palace FC, Tottenham Hotspurs und West Ham United sind die fünf Erstligaklubs.

Viele Vereine bieten geführte Stadiontouren an und haben eigene Museen in ihren Stadien. Besonders beliebt sind sogenannte “legend tours”, bei denen ehemalige Spieler Besucher durch das Stadion führen und Anekdoten erzählen. Beim FC Arsenal sind das zum Beispiel Nigel Winterburn und Lee Dixon. 

 

Sport im Geiste der Olympischen Spiele 

Wem das noch nicht genug ist, der kann sich im Queen Elizabeth Olympic Park gehörig austoben. Er wurde als Austragungsort der Olympischen Spiele 2012 gebaut und von vornherein so konzipiert, dass er im Anschluss der Spiele für die Menschen der Stadt als Ort der aktiven Erholung zur Verfügung steht.

Auf einer Fläche von 2,3 Quadratkilometern gibt es ein Fußballstadion (London Stadium), einen Tennisplatz, 6,5 Kilometer Wasserwege, sechs Hektar Wald, mehrere  Wanderwege, in der Wassersporthalle Aquatic Center (ein architektonisches Juwel von Zaha Hadid) die Möglichkeit zu schwimmen oder im Lee Valley VeloPark Rad zu fahren und viele andere Sportarten auszuprobieren – ganz so wie die Olympioniken vor wenigen Jahren.

 

Auf der Riesenrutsche

Aus dem Zentrum Londons ist man in etwa 20 Minuten mit der U-Bahn (Jubilee Line) im nördlich gelegenen Queen Elizabeth Olympic Park – der ideale Ort, um überschüssige Energie loszuwerden. Ganz leicht lässt sich hier ein Nachmittag oder sogar ein ganzer Tag verbringen. Zum Beispiel im Lee Valley VeloPark: Dort können auch Amateure das anspruchsvolle Bahnradfahren ausprobieren, genauso wie Mountainbiken und BMX- oder Rennrad fahren.

Eines der prominenten Symbole während der Olympischen Spiele in London war die eigens errichtete, hohe rote Stahlskulptur ArcelorMittal Orbit. Sie ist bis heute Großbritanniens größtes Kunstwerk im öffentlichen Raum und gleichzeitig ein Aussichtsturm. Die Skulptur bietet Actionfreudigen gleich mehrere Möglichkeiten Nervenkitzel zu erleben: Allein die 435 Stufen hinunter (es gibt auch einen Lift) bieten weitere schöne Ausblicke. Außerdem kann man sich von dem 115 Meter hohen Turm aus abseilen.

#OMGB Moment: Am ArcelorMittal Orbit wurde nachträglich eine Riesenrutsche angebracht und kürzlich (im Juni 2016) eröffnet. Mit einer Länge von 178 Metern und einer Höhe von 78 Metern ist es die größte Rutsche der Welt – und der kurvige Weg hinunter ist definitiv nichts für schwache Nerven!

 

 

Tipps zum Übernachten in London

West Ham: Ein Traum für jeden Fußballfan wird im West Ham Hotel wahr. Es steht direkt neben dem früheren Stadion des Clubs. Die Doppelzimmer des 3-Sterne-Hotels geben den Blick auf das frühere Spielfeld frei. (Das neue Stadion der “Hammers” ist das im Olympic Park)

Chelsea: Chelsea-Sympathisanten kommen ihren Idolen in einem der beiden 4-Sterne-Hotels Copthorne Hotel und Millennium Hotel ganz nah. Denn sie befinden sich direkt an der berühmten Stamford Bridge. 

 

Tipps zum Essen in London

Gutes Essen, das inspiriert ist vom Fußballspiel, serviert das Café Football in der Nähe des Queen Elizabeth Olympic Park.

Berühmt für seinen Tischkicker ist das Café Kick in Shoreditch im hippen Londoner East End.

Sehenswürdigkeiten in London:

Anreise aus Deutschland:

Bus: Mehrere Unternehmen bieten Busreisen nach London an.

Zug: Der Hochgeschwindigkeitszug “Eurostar” fährt durch den Ärmelkanal-Tunnel und verbindet Brüssel und Paris mit London.

Flug: London verfügt über sechs Flughäfen. Die drei wichtigsten sind Heathrow, Gatwick und Stansted. Darüber hinaus gibt es noch den City Airport, London Luton und London Southend.

Heathrow Airport: Im Westen Londons etwa 26 Kilometer vom Zentrum entfernt gelegen und der größte Flughafen der Stadt. In die Innenstadt kommt man am schnellsten mit dem Heathrow Express. Er benötigt 15 Minuten bis Paddington und verkehrt tagsüber alle 30 Minuten. Länger (rund 50 Minuten), dafür deutlich preiswerter, ist die Fahrt mit der U-Bahn der Picadilly Line.

Gatwick Airport: Liegt im Süden Londons, etwa 45 Kilometer von der Innenstadt entfernt. Mit dem Gatwick Express ist man in etwa 30 Minuten an der Victoria Station. Preiswerteste (aber auch längere) Möglichkeit ist der easyBus oder der National Express. Bei den Busverbindungen ist es oft preislich günstiger, im Voraus online zu buchen.

Stansted Airport: Der Flughafen liegt in Essex, 63 Kilometer nördlich der Londoner City. Er ist beliebt, weil dort viele preiswerte Fluggesellschaften landen. Die Fahrt in die Innenstadt dauert entsprechend länger. Mit dem Stansted Express geht es am schnellsten, die Fahrt bis Liverpool Station dauert 45 Minuten. Preiswerter sind Busfahrten mit dem National Express oder easyBus. Die Bus-Fahrtzeiten ins Zentrum betragen allerdings zwei Stunden.

 

Unterwegs in London

Oyster Card: Wer viel mit öffentlichen Verkehrsmitteln in London unterwegs ist, für den lohnt es sich, vorab eine so genannte Visitor Oyster Card online zu bestellen. Sie ist wiederaufladbar und gilt in allen U-Bahnen, Bussen und vielen anderen Londoner Verkehrsmitteln. Die Vorteile: Man erspart sich das Anstehen am Fahrtkartenautomaten und der Fahrtpreis ist oft günstiger. 

London Pass: Ermöglicht freien Eintritt zu rund 60 Attraktionen in London wie zum Beispiel Westminster Abbey, Windsor Castle, Tower Bridge oder Kensington Palace. Der London Pass erspart auch langes Schlangestehen an den Kassen. 

Restaurants: Bei vielen Restaurants ist eine Vorausbuchung nötig. Die Buchung funktioniert meist unkompliziert online, etwa über Opentable.

Theaterbesuche: Wer Karten vorab online kauft, spart in der Regel Geld. Angebote gibt es etwa bei Visit London.

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