Die ultimative Südengland Route

Von hübschen kleinen Fischerorten, bis hin zu dramatischen Meeresklippen: Diese Reiseroute erkundet die herrliche Küste von vier Grafschaften im Südwesten Englands (Dorset, Somerset, Devon, Cornwall). Landeinwärts wartet ländliche Idylle mit malerischen Dörfern, grünen Hügellandschaften und weiten Mooren.

 

Tag 1: Die Jurassic Coast

Die weltberühmte, 95 Meilen lange Küstenlinie, erstreckt sich von den Old Harry Rocks in Dorset bis nach Exmouth in Devon. Teile der Jurassic Coast sind über 185 Millionen Jahre alt. Der Küstenabschnitt gilt als Wunder der Natur und trägt die Auszeichnung, als Englands erstes natürliches UNESCO-Weltkulturerbe. An einigen Stellen kann man sogar Fossilien finden. Wer mag, bucht eine geführte Fossilienwanderung

Unter den Küstenstädten und Dörfern Dorsets findet sich auch das historische Lyme Regis, mit einem echten Labyrinth aus engen, gewundenen Gassen – herrlich, zu erkunden!  Auch ein Spaziergang am berühmten Hafen The Cobb lohnt sich. Dessen Mauer aus dem 13. Jahrhundert schützt den Hafen und ermöglichte Lyme Regis einst die Entwicklung zum wichtigen Handelsstützpunkt. Die Stadt gilt als Geburtsort der Paläontologie. Geschichtsliebhaber wie Fossilienfreunde sollten unbedingt das Lyme Regis Museum besuchen. Der neue Anbau des Mary Anning Wing kostete etwa 1,5 Millionen Pfund und wurde im Juli 2017 eröffnet. Hier sieht man Exponate über das Leben der Lokallegende und gefeierten Fossiliensucherin Mary Anning.

Nach einer Autostunde Richtung Westen erreicht man das hübsche Städtchen Weymouth direkt am Meer. Eine georgianischen Uferpromenade mit Hotels, Restaurants, Pubs und Cafés komplementiert die lange Bucht mit goldenem Sand. Man sagt, nirgends in England scheint die Sonne häufiger als in Weymouth -  selbst im Winter!

Nach einer weiteren Stunde Fahrt ins Landesinnere geht es in das mittelalterliche Sherborne - ein typisch englisches Städtchen, mit jeder Menge antiker Gebäude, einer prächtigen Abtei, zwei Burgen und einem echten Shoppingmekka für Kunst und Antiquitäten. Zu den Sehenswürdigkeiten in der Region zählt das Haynes International Motor Museum: Großbritanniens größte Autoausstellung mit Fahrzeugen aus der ganzen Welt, inklusive 400 strahlender Oldtimer und Motorräder.


Abenddämmerung am Durdle Door // Foto © VisitBritain / Steven Oates

Tag 2: Der Exmoor Nationalpark

Die wunderschöne und ruhige Gegend im Exmoor Nationalpark begeistert mit herrlichen Landschaften voller hügeligem, offenem Moor. Der ausgewiesene Nationalpark erstreckt sich über 267 Quadratmeilen vom westlichen Somerset bis ins nördliche Devon. Auch 34 Meilen dramatische Küste mit felsigen Landzungen, Schluchten, Wasserfällen, Meereshöhlen und den höchsten Meeresklippen Englands gehören zum Gelände. In der Region züchtet man Schafe und Rinder, freilaufende Exmoor-Ponys durchstreifen die Moore.

Die Gegend zeichnet sich durch zahlreiche malerische Dörfer aus, wie etwa Dulverton in Somerset: Hier findet man kleine Ladengeschäfte, ausgezeichnete Restaurants, Pubs und Teestuben. Empfehlenswert ist etwa das Woods Bar & Restaurant - ein ausgezeichnetes Pub, das hochwertige Lebensmittel aus der Region zubereitet.

Nach einer Stunde Fahrt durch den Exmoor Nationalpark erreicht man in der Grafschaft Devon, das Städtchen Lynton hoch auf den Klippen, sowie das Hafendorf Lynmouth. Die beiden Zwillingsstädte sind mit einer bezaubernden Standseilbahn miteinander verbunden. Die 1888 gegründete Lynton and Lynmouth Cliff Railway ist die höchste und steilste Wasserballastbahn der Welt. Hoch oben auf der Klippe kann man im denkmalgeschützte Café der Eisenbahnstation die Aussicht bei einem traditionellen Cream Tea genießen.

 

Tag 3: Exeter

Die Stadt Exeter fasziniert mit jahrhundertealter Geschichte und zahlreichen Sehenswürdigkeiten -  darunter etwas das viktorianische Prachtgebäude des Royal Albert Memorial Museums, eines der besten Museen in ganz Großbritannien.

Die ungewöhnlichste Attraktion der Stadt sind wohl die unterirdischen Passagen. Die Gänge wurden im Mittelalter gebaut, um sauberes Trinkwasser nach Exeter zu bringen. Besucher können eine Führung durch die engen, dunklen Tunnel machen – übrigens die einzigen in ganz Großbritannien, die für die Öffentlichkeit zugänglich sind.

Zurück an der Oberfläche, bietet Exeters restaurierte Quayside eine vielseitige Mischung aus Cafés, Restaurants und Pubs, darunter etwa Mango’s Café & Bar, die Pizzeria On The Waterfront sowie das traditionelle Pub The Prospect Inn. Wer sich aktiv betätigen möchte, mietet Fahrräder oder Kanus.

Shoppingfans kommen in den vielen Ladengeschäften im Stadtviertel rund um die prächtige Kathedrale von Exeter voll auf ihre Kosten. Im West Quarter der Stadt befindet sich die Fore Street – ein erstklassiges Shoppingareal  für Kunst, Kunsthandwerk, Antiquitäten und andere einzigartige Produkte.

 

 

Tag 4: Devon und Dartmoor

Die Grafschaft Devon ist reich an landschaftlichen Highlights: In der Region befinden sich fünf Gebiete von außergewöhnlicher natürlicher Schönheit („Area of Outstanding Natural Beauty“), ein UNESCO-Biosphärenreservat, ein UNESCO-Geopark, ein UNESCO-Weltkulturerbe und zwei Nationalparks.

Die beliebten Badeorte Torquay, Paignton und Brixham an der Südküste von Devon liegen an der so genannten Englischen Riviera. Hier befindet sich auch der UNESCO Global Geopark: Besucher können dort das einzigartige Ökosystem erforschen oder sich beim Coasteering oder Cove Kanufahren sportlich betätigen.

Nach einer halbstündigen Autofahrt ins Landesinnere erreicht man den Dartmoor Nationalpark im südlichen Devon. Das geschützte Heideland begeistert auf 368 Quadratmeilen mit atemberaubender Landschaft und hat unzählige Künstler und Schriftsteller zu ihren Werken inspiriert. Arthur Conan Doyles berühmte Sherlock Holmes Geschichte „Der Hund der Baskervilles“ etwa spielt in der Moorlandschaft. Auch Krimiautorin Agatha Christie und der Dichter Ted Hughes ließen sich von der zerklüfteten Natur anregen. Hier gezüchtete Schafe, Rinder und Ponys grasen im Moor. Besucher können die Landschaften bei vielen Outdoor-Aktivitäten erleben: Es gibt zum Beispiel zahlreiche Wanderwege, Ponyreiten oder Klettern. Hübsche, lokale Pubs wie das  The Royal Oak  oder das Peter Tavy Inn servieren schmackhafte Craft Biere und hausgemachtes Essen. In den Teestuben genießt man traditionellen Cream Tea.

Die Nordküste in Devon ist mindestens genauso dramatisch und eignet sich hervorragend zum Beobachten von Vögeln und einheimischen Wildtieren oder einfach nur zum Entspannen an einigen, der besten Surfstrände Großbritanniens.


Sonnenuntergang im Dartmoor, Devon // Foto VisitEngland / Alex Hare

 

Tag 5: Cornwall

Die ikonische Burgruine des Tintagel Castle ist untrennbar mit der Legende von König Artus verbunden. Das Schloss liegt strategisch auf einer Landzunge an der felsigen Nordküste Cornwalls. Besucher können das Gelände erforschen, das bis ins 12. Jahrhundert zurückdatiert. Die Organisation English Heritage organisiert zudem eine Ausstellung, die einige der hier gefundenen Artefakte zeigt.

Nach einer Autostunde gen Süden erreicht man das berühmte Eden Project. Mit exotischer Flora und Fauna in riesigen blasenartigen Biomen beherbergt das Eden Project den größten Indoor-Regenwald der Welt. Hier kommen nicht nur Gartenfreunde auf ihre Kosten, auch aufregende Outdoor-Abenteuer wie etwa Englands längste und schnellste Zip-Line warten hier. Auf dem Gelände gibt es ein YHA Hostel sowie einen Campingplatz. 2018 soll hier ein nachhaltig orientiertes Hotel mit 115 Zimmern eröffnet werden.


Das Eden Project in Cornwall // Foto von VisitEngland / Eden Project

 

Unterkunft

Das Boutique-Hotel Southernhay House Hotel mit entspannter Atmosphäre liegt im Zentrum der Stadt Exeter und verfügt über zehn individuell gestaltete Zimmer. Dieses schöne, alte georgianische Stadthaus begeistert mit vielen historischen Elementen und einem Hauch Retro-Stil.

Das moderne 4-Sterne-Hotel Mercure Exeter Southgate im Herzen von Exeter bietet 156 Zimmer sowie Freizeiteinrichtungen wie einen Fitnessraum, ein Spa und einen beheizten Pool.

Das Travelodge Exeter M5 befindet sich im Raststätten-Bereich der Autobahn M5 in der Nähe von Exeter - eine erschwingliche Alternative, die sich ideal für Besucher eignet, die die Region mit dem Auto erkunden möchten.

 

Anreise aus Deutschland:

Flugzeug: Zum Beispiel nach Bristol, von dort weiter per Mietwagen. Newquay ist der einzige Flughafen in Cornwall. Flybe bietet ganzjährige Flüge ab Düsseldorf und Hannover an. Eurowings fliegt zwischen Mai und Oktober samstags von Düsseldorf nach Newquay. Ryanair fliegt von April bis Oktober ab Frankfurt-Hahn nach Newquay. Von London nach Dorset beträgt die Fahrtzeit 3 Stunden, bis nach Cornwall sind es gut 5 Stunden.

Fähre: Überfahrt mit dem eigenen PkW von Calais nach Dover. Bis nach Dorset sind es von dort knapp 4 Stunden Fahrt.

Allgemein: Im Südwesten Englands sollte man generell etwas mehr Fahrtzeit einplanen, denn man ist oft auf kleineren oder einspurigen Straßen unterwegs.

Cornwall und Dorset entdecken:

VisitBritain Shop:

Eden Project, Cornwall

Der größte überdachte Regenwald weltweit und eine von Englands beliebtesten Attraktionen
Ab 33,00 €

National Trust Touring Pass

Freier Eintritt in über 300 historische Anwesen - entdecken Sie Großbritanniens Kulturerbe
Ab 34,50 €

English Heritage Overseas Visitor Pass

Freier Eintritt in über 100 historischen Stätten, inkl. Stonehenge und Hadrian's Wall
Ab 40,50 €

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