Ein Tag in Kew Gardens im Herbst

Londons Parks zeigen sich im Herbst von ihrer schönsten Seite. Der beste Beweis dafür ist Kew Gardens. Als größte UNESCO-Weltkulturerbestätte Londons, beeindrucken die Gärten mit einer vielseitigen Sammlung lebender Pflanzen und bieten eine einzigartige Gelegenheit, dem Londoner Trubel zu entfliehen. Die Gartenanlage wurde 1759 errichtet und zählt heute zu den beliebtesten Attraktionen der Millionenmetropole. Angefangen bei den prächtigen Viktorianischen Gewächshäusern bis hin zu einer unglaublichen Fülle an Bäumen, Pflanzen und Blumen aus aller Welt, bietet Kew Gardens ein wahrhaftes Paradies für alle Gartenfreunde. Hier haben wir unsere Favoriten für einen Besuch zusammen gestellt:

Palm House vue de l'exterieur, Kew gardens, Londres

Was gibt es zu sehen?

 

1. Palm House

Als ob man in den Tiefen des Regenwaldes stünde: im Inneren des Palm House, wo die Luft schwer und dicht mit üppiger Vegetation ist, entdeckt man Schätze wie die älteste Topfpflanze der Welt. Viele der hier lebenden Pflanzen sind in der Natur gefährdet und einige sogar ausgestorben. Wer also in die Magie des Regenwaldes eintauchen möchte, ist hier genau richtig.

Palm House, Kew Gardens, Londres

 

Palm House, Kew Gardens, Londres

 

2. The Hive

Mit einer Höhe von 17 Metern ist The Hive ein beeindruckendes Stück zeitgenössischer Kunst, welches  nicht ohne Grund zu einem der meistfotografierten Orte in den Gärten gehört.

The Hive wurde vom britischen Künstler Wolfgang Buttress entworfen und ist eine visuelle Anerkennung an die britischen Honigbienen. Der markante Netzrahmen des Hive besteht aus 170.000 Aluminiumteilen und 1.000 LED-Leuchten.  Wer sich in das Innere des Geheges begibt, hat tatsächlich das Gefühl in einem echten Bienenstock zu stehen.

 

The Hive, Kew Gardens, Londres

 

The Hive, Kew Gardens, Londres

 

3. Kew Palace

Der Kew Palace ist das älteste Gebäude innerhalb der Gärten und diente im 18. Jahrhundert als Sommerresidenz für König Georg III.

Die markante Fassade des Schlosses spiegelt seinen Ursprung wider. Es wurde 1631 für den wohlhabenden flämischen Kaufmann Samuel Fortrey erbaut und war ursprünglich als niederländisches Haus bekannt. 

Kew Palace, Londres

 

4. Sackler Crossing

Die 2006 installierte Sackler Crossing bietet einen einfachen Zugang zu einigen der weniger besuchten Gebiete von Kew. Der schwarze Granits-weg führt über das Wasser auf einem geschwungenen Pfad, der die runden Ufer des Sees nachahmt. Der See bedeckt eine Fläche von fünf Hektar Wasser. Besonders atemberaubend ist er im Herbst, wenn die chinesischen Tupelobäume (Nyssa sinensis) sich tiefrot färben, während die schwarzen Tupelobäume (N. sylvatica) rot, orange und gelb leuchten. 

 

Sackler Crossing, Kew Gardens, Londres

 

5. Treetop Walkway

Der 18 Meter über dem Boden gelegene Treetop Walkway ist eine Gelegenheit, den Bäumen von Kew näherzukommen. Von seinen Höhen aus kann man das komplexe Ökosystem der obersten Äste der Bäume beobachten, eine Welt voller Vögel und Insekten, Flechten und Pilzen.

 

Treetop Walkway, Kew Gardens, Londres

  

Treetop Walkway, Kew Gardens, Londres

 

6. Temperate House

Das Temperate House beherbergt über 1500 Pflanzenarten aus Afrika, Australien, Neuseeland, Amerika, Asien und den Pazifikinseln. Es erzählt die Geschichte von hunderten von seltenen und vom Aussterben bedrohten Pflanzen aus aller Welt. Vor einer atemberaubenden Kulisse von Grün entdeckt man die leuchtenden Glaskunstwerke des Künstlers Dale Chihuly, die den Raum schmücken.

 

Temperate House, Kew Gardens, Londres

 

7. Japanese Gateway

Das Japanese Gateway ist eine Landschaft, die an einen traditionellen japanischen Teegarten erinnert. Der Haupteingang führt in den Garden of Peace, eine ruhige Gegend die zum Entspannen einlädt.

Jedes Jahr zwischen September und Oktober wird der Kies je nach Mondkalender in ein Schachbrettmuster geharkt, um die japanische Tradition der Herbstmondbesichtigung, bekannt als "Tsukimi", zu feiern. Das besondere Design und die Schatten, die es im Mondlicht wirft, sollen traditionelle Reisfelder zur Erntezeit darstellen.

 

Kew Gardens, Londres

 

8. Great Pagoda

Die Pagoda von Kew wurde 1762 als Geschenk für die Gründerin der Gärten, Prinzessin Augusta, fertiggestellt. Es war eines von mehreren chinesischen Gebäuden, die Sir William Chambers für Kew entworfen hatte. Schon in der damaligen Zeit bot sie eine der frühesten und schönsten Vogelperspektiven Londons, die man heute noch genießen kann.

Kew Gardens, Londres

 

9. Marianne North Gallery

Mehr als 800 bemerkenswerte Gemälde bedecken die Wände der Marianne North Gallery.  Die Galerie ist eine lebendige Sammlung botanischer Kunst des 19. Jahrhunderts und ist nicht nur für Kunstliebhaber ein Erlebnis.  Als Pionier der botanischen Kunst, reiste Marianne North solo durch die Welt, um die tropischen und exotischen Pflanzen auf ihren Gemälden festzuhalten.  

 

Marianne North Galerie, Kew Gardens, Londres

 

 

Info

Wo: Kew, Richmond, Surrey, TW9 3AB

Wann: : Der Park ist das ganze Jahr ab 10 Uhr geöffnet (Feiertage ausgeschlossen) Schließungszeiten variieren nach Jahreszeit. Für genaue Informationen hier klicken

Preis: £18 für Erwachsene

Tipp: Online-Ticket vorab kaufen und 1,50 Pfund sparen

Informationen zu Studentenrabatten und weiteren Ermäßigungen findet man hier

Wohin: District Line/London Overground – Kew Gardens Station; Zug – Kew Bridge Station; Busse (Bus 65 – Lion Gate, Victoria Gate; Bus 391 – Kew Gardens Station; Bus 237 und 267 – Kew Bridge Station)

Weitere Informationen zu Anreise Möglichkeiten findet man hier

27 Mar 2020(last updated)

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