England: Der Geburtsort von Dracula und ein riesiges Street-Art-Kunstwerk

1. Wo Dracula entstand: Whitby, North Yorkshire

Ein hübscher Hafen, Backsteinhäuschen und oben auf den Klippen die Ruinen der mittelalterlichen Whitby Abbey und die St. Mary’s Church. Die Szenerie war schon ähnlich schön, als Bram Stoker 1890 zum Urlaub nach Whitby kam. Die Stadt inspirierte ihn zu seinem Meisterwerk „Dracula“. In Whitby ließ er den weltberühmten Blutsauger als Hund an Land springen und die 199 Stufen zur Abtei hinauflaufen. Das können Besucher heute noch tun. Von oben hat man einen schönen Blick auf die Stadt, die der Walfang einst wohlhabend machte. Ein wenig fürchten kann man sich in der Dracula Experience, einer Art Gruselkabinett. Ein Museum erinnert außerdem an den Seefahrer James Cook, der in Whitby in die Lehre ging. Hier wurde 1764 auch die Endeavour gebaut, das Schiff, mit dem Cook seine erste Expedition unternahm. Seit Juni 2018 liegt ein Nachbau der Endeavour im Hafen von Whitby und kann als Museum besichtigt werden.


Whitby // Foto © VisitEngland / Rich J Jones

2. Figuren im Wasser: Anthony Gormleys „Another Place“, Crosby Beach, Liverpool

Wie kraftvoll Kunst wirken kann, gerade wenn sie nicht im Museum steht – das wird durch „Another Place“ von Antony Gormley deutlich. Am Crosby Beach nördlich von Liverpool, dort wo der Mersey River ins Meer mündet, stehen 100 identische Eisenfiguren, jede wiegt 650 Kilogramm. Die Kunstwerke sind Wind und Wetter ausgesetzt und manche mittlerweile von Algen und Seepocken überzogen. Einige stehen am Strand, andere im Uferbereich oder so weit draußen im Wasser, dass sie nur bei Ebbe zu sehen sind. Alle schauen auf Meer hinaus in Richtung Horizont – eine Anspielung auf Liverpools Vergangenheit als Seehandelsstadt und auf die Auswanderer, die einst Richtung New York aufbrachen. Der Brite Antony Gormley ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen Bildhauer. Die Bronzefiguren wurden aus einem Körperabdruck von ihm gegossen.

  

3. Europas größte Bibliothek: Birmingham, West Midlands

Die Bibliothek von Birmingham in den West Midlands ist eine der beliebtesten Touristenattraktionen außerhalb Londons. Was macht sie so besonders? Ganz einfach, sie gilt als größte öffentliche Bibliothek Europas und ist darüberhinaus eine der schönsten. Entworfen von der niederländischen Architektin Francine Houben erstreckt sie sich im futuristischen Design über zehn Etagen.

Es gibt ein Fotoarchiv, Sammlungen von Zeichnungen, historische Dokumente, Buch-Raritäten und eine Leihbücherei mit 400.000 Werken. Von einem Stockwerk zum nächsten gelangt man über blau beleuchtete Rolltreppen. Der Shakespeare Memorial Room der alten Bibliothek wurde ganz oben in das moderne Gebäude originalgetreu integriert. Zwei begrünte Dachterrassen gehören genauso zur Bibliothek wie ein Open-Air-Amphitheater, wo Lesungen veranstaltet oder Konzerte aufgeführt werden.


Die Bibliothek von Birmingham // Foto © VisitEngland / Diana Jarvis

4. Wo Enid Blytons Kinderbücher entstanden: Swanage, Dorset

Die Jugendbuchautorin Enid Blyton verbrachte ihre Urlaube über Jahrzehnte regelmäßig in Dorset und weilte gern im Seebad Swanage. Viele Beschreibungen aus ihren berühmten Fünf-Freunde-Büchern kann man als aufmerksamer Besucher entlang der Jurassic Coast nach wie vor entdecken. Die wichtigsten literarischen Orte sind entlang des Enid-Blyton-Trail zu finden. So ist Brownsea Island das Vorbild für die „flüsternde Insel“ im Roman „Fünf Freunde machen eine Entdeckung“. In zwei Stunden kann man diese Insel umwandern, die unter Naturschutz steht und als eines der letzten Refugien für rote Eichhörnchen in England gilt. Corfe Castle wiederum war die Inspiration für Kirrin Castle, wo die Fünf Freunde nach Gold suchen. Blyton besuchte diese Schlossruinen im Jahr 1941. Dabei reiste sie per Dampfeisenbahn von Swanage an, das können Besucher ebenfalls tun, denn der historische Zug verkehrt noch heute.


Corfe Castle in Dorset // Foto © VisitBritain / Robert Radlinski

5. Großbritanniens größtes Wandgemälde: Street Art, Leeds

Wo ist das größte Wandgemälde Großbritanniens zu sehen? Nicht etwa in Bristol, der Heimat von Banksy, dem berühmtesten Street-Art-Künstler der Welt, auch nicht in London oder Manchester. Nein, das größte Street-Art-Wandgemälde kann man seit 2017 in Leeds bestaunen. „Athena Rising“ vom renommierten Street-Art-Duo NOMAD Clan ist knapp 47 Meter hoch und 11 Meter breit. Es zeigt zwei fliegende Eulen (die Eule ist ein Symbol der Stadt) vor einem grünen Mond und mit einer Glühbirne. Die Stadt bunter zu gestalten und Kunst in den öffentlichen Raum zu bringen, ist schon länger ein Anliegen in Leeds. Neben etlichen Skulpturen und Statuen sind hier deshalb einige ambitionierte Street-Art-Arbeiten zu finden, beispielsweise das mehr als 20 Meter lange „Hallo & welcome Leeds“ von Nathan Evans am Kirkgate Market oder das fassadengroße Mural „Cornucopia“ von Graeme Wilson in der Call Lane.

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