London: Antiker Tempel und besondere Stadtführungen

1. Schätze der Regierung: Die Government Art Collection

Die Tate Gallery, The National Gallery oder das Victoria und Albert Museum: Das sind nur einige der hochkarätigen Kunstmuseen, die London zu bieten hat. Doch es lohnt sich, auch weniger prominente Sammlungen anzuschauen. Wie zum Beispiel die Government Art Collection. Sie kann erst seit wenigen Jahren bei vorab gebuchten Führungen angeschaut werden und beinhaltet Kunstwerke, die in Regierungsgebäuden und Botschaften in aller Welt aufgehängt werden. Die große Sammlung umfasst heute beachtliche 14.000 vornehmlich britische Werke aus vier Jahrhunderten, also aus dem 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart, darunter Gemälde von Rubens, Francis Bacon und Damien Hirst. Da es zu viele Bilder sind, um sie alle gleichzeitig aufzuhängen, werden in London jede Menge Werke gelagert – und nun regelmäßig bei Führungen präsentiert.

 

2. So viele Facetten: Geführte Touren durch die Stadt

London ist gigantisch groß, dennoch lernt man die Stadt am besten kennen, wenn man hier zu Fuß unterwegs ist. Angeboten werden in der Metropole Touren aller Art, darunter Stadtführungen zu Harry Potter, klassische Angebote wie die Spirit of London Tour mit Buckingham Palace und Big Ben oder gruselige Spaziergänge durch die abendlichen Straßen von East London, wo einst Jack the Ripper Angst und Schrecken verbreitete. Ungewöhnlich und abseits der üblichen Touristenpfade verläuft dagegen The Secret London Walking Tour. Sie führt durch geheime Gassen, zu alten Pubs oder Buchläden und erzählt Geschichten aus den letzten Jahrhunderten. Alltagsgeschichte und Anekdoten über amüsante Fehltritte von Londonern im Laufe der langen Stadtgeschichte werden bei „It’s an funny old City“ vorgestellt. Gerade wer die Stadt schon ein wenig kennt, wird hier viel Spaß haben.


Streetart Tour in London // Foto © VisitBritain / Tommy Ga-Ken Wan // Artwork ©Jimmy.C

3. Ab in den Untergrund: Die weltberühmte U-Bahn

London hat das älteste U-Bahnsystem der Welt und es lohnt sich manchen der Bahnhöfe gezielt anzusteuern. Besonders hübsch ist zum Beispiel „Leytonstone“ im Nordosten. Weil Alfred Hitchcock in Leytonstone lebte, zieren 16 Mosaike mit Szenen aus seinen berühmten Filmen wie „Die Vögel“ oder „Psycho“ diesen U-Bahnhof. Hübsch ist auch die Station „Baker Street“, die 1863 eröffnet wurde. Natürlich gibt es hier Bezug zu Sherlock Holmes: Am Eingang Marylebone Road steht eine Statue des berühmtesten Detektivs der Literaturgeschichte und im Bahnhof selbst ist an den Wänden die charakteristische Silhouette von Holmes zu sehen. Architektonisch beeindruckend ist auch „Canary Wharf“. Die Station wurde erst 1999 eröffnet, sie ist der Vorzeige-Bahnhof der Jubilee-Linie. Er wurde von Norman Foster entworfen und in einem leer gepumpten ehemaligen Hafenbecken errichtet.

P.S.: Wer dann immer noch nicht genug hat, kann die schrille Cahoots Bar besuchen, sie hat sich ganz dem Thema U-Bahn verpflichtet.

 

4. Tief in der Geschichte gegraben: Ein römischer Tempel

London hat nicht nur Museen, Galerien und Paläste zu bieten, sondern sogar einen Tempel. Der Mithras-Tempel ist der stadtweit bedeutendste Fund aus der Römerzeit. Er wurde Mitte des 3. Jahrhunderts gebaut und 1954 bei Bauarbeiten entdeckt. Seit November 2017 ist er an der originalen Fundstelle im Rahmen einer neuen Ausstellung zu sehen – und zwar im Keller des europäischen Hauptsitzes des Medienhauses Bloomberg, in einem Gebäude, das Norman Forster entworfen hat. Ausgestellt sind hier Artefakte und Alltagsgegenstände oder Tierknochen, die bei dieser und anderen Ausgrabungen gefunden wurden. Auch alte Holztafeln mit Inschriften sind hier zu finden, darunter auch jene, auf denen die erste Verwendung des Wortes „Londinium“ für die Stadt dokumentiert ist. Der Eintritt ist frei, allerdings sollte man seinen Platz vorher buchen.

 

5. Das wohl am häufigsten nachgestellte Plattencover: Der Zebrastreifen von Abbey Road

Die schlechte Nachricht vorneweg: Die Abbey Road Studios unweit der U-Bahnstation St. John’s Wood können von Touristen nicht von innen besichtigt werden. Den berühmten Zebrastreifen davor allerdings, über den The Beatles hintereinander für ihr 1969 erschienenes Album Abbey Road liefen, den gibt es noch – er steht sogar unter Denkmalschutz. Und wie die aktuellen Bilder von der Live-Kamera der Studios beweisen, wird er rege von Touristen besucht, die eben jenes Coverfoto nachstellen und sich dabei fotografieren – nicht selten unter energischem Hupen der vorbeifahrenden Autos. Fast so berühmt wie der Zebrastreifen ist die Graffiti Wand vor den Studios: Seit 50 Jahren hinterlassen hier Fans aus aller Welt inspiriert von Songtexten ihren Musikhelden Botschaften.

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