Schottland: Die romantischste Burg des Landes und ein Schutzheiliger mit Strickmütze

1. Militärische Traditionen: The Highlander's Museum

Nicht weit von Inverness entfernt, steht auf einer Landzunge das 250 Jahre alte Fort George, das allein schon einen Besuch wert ist, weil es seit dem 18. Jahrhundert nahezu unverändert erhalten geblieben ist. Im einstigen Kommendaturgebäude befindet sich heute The Highlander's Museum. Auf drei Etagen sind rund 20.000 Ausstellungsstücke und 10.000 Dokumente und Fotos zu sehen, darunter Uniformen, Orden und persönliche Briefe, die viel erzählen über die Elitetruppen der Highland-Regimenter. Allein 16 Viktoria-Kreuze – die höchste militärische Auszeichnung im Vereinigten Königreich – sind ausgestellt, die Regimentsuniform von König Edward VIII. und sogar eine Schachtel, die Adolf Hitler für seine Papiere nutzte. Interessant ist auch zu sehen, wie sich die Soldatenbekleidung im Laufe der Zeit verändert hat: von Kilts hin zu den modernen Camouflage-Uniformen.

 

2. Die Gesichter des Landes: Scottish National Portrait Gallery, Edinburgh

Hier kann man die bedeutendsten Persönlichkeiten der schottischen Geschichte von Angesicht zu Angesicht sehen: In der Scottish National Portrait Gallery in Edinburgh hängen Gemälde von Maria Stuart (auch: Mary Queen of Scots), dem Nationaldichter Robert Burns oder Sir Walter Scott. Die Werke reichen von der Renaissance, in der vor allem Bilder von Adligen und Geistlichen entstanden, bis in die Gegenwart, wo moderne Bilder von Schauspielern und Sängern wie Tilda Swinton, Alan Cumming, James McAvoy oder Susan Boyle zur Sammlung hinzukamen. Als die Galerie 1889 eröffnete, war sie die erste der Welt, die sich als Porträtgalerie ganz dieser Art der Kunst widmete. Heute gibt es hier 3000 Gemälde und Skulpturen, außerdem 25.000 Drucke und Zeichnungen sowie 38.000 Fotografien. Das Museum ist in einem der schönsten Gebäude in Edinburgh untergebracht, das im 19. Jahrhundert entstand.


Die Aussicht vom Carlton Hill // Foto © VisitBritain / Matthew Karsten

3. Ein Pfad für moderne Kunst: Street Art Glasgow

Glasgow ist nicht nur die größte schottische Stadt, sondern auch die kreativste. Das war schon im 19. Jahrhundert so, als sich hier der Künstlerkreis „The Four“ oder die „Glasgow School“ rund um den Architekten und Designer Charles Rennie Mackintosh entwickelte. Bis heute hat sich die Stadt ihren rauen Industriecharme bewahrt. Genau deshalb passt die ausgeprägte Street-Art-Kultur so gut hierher. Entdecken kann man die spektakulärsten Wandbilder auf dem The City Centre Mural Trail.

Sehr lässig sind zum Beispiel die Hip-Hop-Marionetten von Rogue One oder das Werk des australischen Künstlers Smug, der in Glasgow lebt: Es zeigt den Schutzheiligen St Mungo aus dem 6. Jahrhundert, gigantisch groß und in moderner Kleidung mit Strickmütze, Vollbart und Parka. Woanders schwebt ein Taxi dank Luftballons in der Luft oder sitzen Tiere wie Elefant, Nashorn und Löwe in einer Bar.


Street Art in Glasgow: Dancing puppets by Rogue One (John Street) // Foto © VisitBritain / Samuel Jeffery

4. Wo Filmhelden zuhause sind: Eilean Donan Castle

Wo immer man in Schottland unterwegs ist: über kurz oder lang wird man ein Schloss oder eine Burg sehen. Denn insgesamt gibt es im Land etwa 3000. Das berühmteste Schloss ist sicher Edingburgh Castle. Aber das romantischste, das findet man in den westlichen Highlands: Eilean Donan Castle liegt idyllisch auf einer Insel. Die Burg des Clans MacRea aus dem frühen 13. Jahrhundert wurde Anfang des 20. Jahrhunderts rekonstruiert und 1932 fertiggestellt. Bei Flut erreicht man die Burg über eine steinerne Fußgängerbrücke. Diese wurde durch den Spielfilm „Highlander – es kann nur einen geben“ mit Christopher Lambert weltberühmt. Auch Braveheart, Rob Roy oder Szenen zu James Bond „Die Welt ist nicht genug“ wurden auf Eilean Donan Castle, das so wunderbar historisch anmutet, gedreht. Und der Guide bei den Burgführungen trägt selbstverständlich einen traditionellen Kilt.


Eilean Donan Castle am Loch Duich in den schottischen Highlands // Foto © VisitBritain / VisitScotland

5. Ein Festival ist längst nicht genug: Edinburgh im Sommer

Im Sommer wird Edinburgh zur Festival-Stadt. Die bedeutendsten Besuchermagneten sind jährlich das weltgrößte Kunstfestival Edinburgh Festival Fringe und The Royal Edinburgh Military Tattoo mit seinen spektakulären Tanzdarbietungen und Militärmusik direkt vor dem Edinburgh Castle. Zeitgleich zu diesen beiden bekanntesten Festivals findet unter anderem auch das Edinburgh International Festival statt, das sich vor allem der klassischen Musik und dem Tanz widmet und hochkarätige Orchester, Opernsänger sowie Ensembles aus aller Welt präsentiert. Spektakulär ist auch das Edinburgh Book Festival: Im parkgroßen Privatgarten Charlotte Square wird ein kleines Zeltdorf errichtet, hier kann man Autoren treffen und etliche Lesungen erleben. Mehr als 900 Schriftsteller und Illustratoren werden erwartet.


Edinburgh Bus Tour // Foto © VisitBritain / Daniel Clarke

 

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