Schottland: Königinnen, Kanonen und Kirchen

1. Eine Burg wie keine andere: Edinburgh Castle

Allein der Ausblick vom Edinburgh Castle ist großartig: Errichtet auf einem erloschenen Vulkan blickt man über die Stadt hinüber zu einem anderen erloschenen Vulkan: Arthur’s Seat, dem Hausberg der Stadt. Im Schloss selbst gibt es vieles aus verschiedenen Geschichtsepochen zu entdecken. Der geheimnisvolle Stone of Destiny etwa, die Kronjuwelen oder im Keller eine Ausstellung, die zeigt, wie einst Kriegsgefangene im Schloss untergebracht waren. Am besten vorstellbar wird die alte Geschichte, wenn man eine Tour bucht, auf der der Guide als Sohn von Robert the Bruce in Erscheinung tritt oder man sich vom Bogenschützen Rusty Bodkins erzählen lässt, wie die Schotten im Mittelalter Pfeil und Bogen benutzten – und wie sie ihre Kampfwunden versorgten. Jeden Tag außer sonntags wird seit 1861 die One o’clock Gun abgefeuert – nach ihr konnten die Seeleute im Firth of Forth ihre Uhren stellen. Im Sommer dient das Schloss als spektakuläre Kulisse für das Royal Edinburgh Military Tattoo, das größte Musikfestival Schottlands.


Das alljährliche Edinburgh Military Tattoo vor dem Edinburgh Castle // Foto © VisitBritain / Daniel Clarke

2. Wo Schottlands Könige begraben sind: Dunfermline, nördlich von Edinburgh

Dunfermline ist noch immer ein echter Geheimtipp unter den geschichtsträchtigen Orten in Schottland. Hier kann man mehr als 1000 Jahre Historie entdecken. Denn bis ins 16. Jahrhundert war Dunfermlin Schottlands Hauptstadt. In der Romanesque Abbey aus dem 12. Jahrhundert sind elf schottische Könige und Königinnen beerdigt, darunter der berühmte Robert the Bruce. Ganz in der Nähe der Abtei sind auch die Ruinen des Palasts von Dunfermline zu finden, in dem schottische Könige bis zum Ende des 16. Jahrhunderts residierten. Im Zuge der schottisch-englischen Bürgerkriege wurde die Anlage von den Truppen Oliver Cromwells 1651 zerstört. Das älteste säkulare Gebäude Dunfermlines ist auch etwas Besonderes: Abbot House gehörte einst zur Abtei und stammt aus der Mitte des 15. Jahrhunderts. Leider kann man das schöne Gebäude nur von außen besichtigen, da es aufgrund von Geldmangel geschlossen werden musste.


Dunfermline Abbey in Schottland // Foto © VisitBritain / VisitScotland

3. Das Tor zu den Highlands: Stirling

In der Kirche The Church of Holy Rude wurde Jakob VI., Sohn von Maria Stuart, zum König gekrönt. Damit ist sie neben Westminster Abbey die einzige erhaltene Kirche in Großbritannien, in der eine Königskrönung stattgefunden hat. Die Bedeutung erhielt die Kirche durch das nahegelegene Schloss: Stirling Castle.

Stirling war auch Schauplatz großer Schlachten, zum Beispiel besiegte William Wallace, der durch den Film „Braveheart“ mit Mel Gibson in der Hauptrolle populär wurde, in der Schlacht von Stirling Bridge im Jahr 1297 die Engländer. Sein mächtiges Schwert kann man heute noch im Wallace Monument besichtigen. Dieses 67 Meter hohe Wahrzeichen wurde 1869 errichtet und ragt über die Felder von Stirling. Auch die Stirling Bridge an der die Schlacht stattfand, ist beeindruckend, allerdings wurde die Holzbrücke von damals durch eine imposante Steinbrücke ersetzt.


Sterlin Castle in Schottland // Foto © VisitBritain / VisitScotland

4. Das Urlaubsschloss der Königinnen: Balmoral Castle

Im kommenden Jahr steht ein großes royales Jubiläum an: der 200. Geburtstag von Queen Victoria. Sie wurde am 24. Mai 1819 in Kensington Palace geboren. Ihre Ehe mit Albert gilt als Liebesheirat, dazu passt, dass sie sich ein abgeschiedenes Domizil für ihre Familienurlaube suchten: Balmoral Castle liegt 800 Kilometer von London entfernt. Das war Mitte des 19. Jahrhunderts noch eine beschwerliche Reise. Doch das Paar kaufte das Anwesen und baute dort ein größeres Schloss nach Skizzen von Albert persönlich. Auch Königin Elizabeth II. verbringt gern Zeit auf dem Schloss – rund zwölf Wochen im Jahr von August bis Oktober ist sie auf Balmoral Castle, in dieser Zeit kann das Schloss nicht besichtigt werden, die Privatgemächer der Königin sind sowieso immer tabu. Wer auf königlichen Spuren wandeln möchte, kann sich eines der Cottages auf dem Anwesen mieten.


Balmoral Castle in Schottland // Foto GmbH/REX/Shutterstock

5. So lebten die Highlander: Highland Folk Museum, Newtonmore

Wie war der Schulunterricht vor 100 Jahren? Wonach schmecken Süßigkeiten, die nach alten Rezepturen hergestellt werden? Im Highland Folk Museum am Rand des Cairngorms National Park werden solche und andere Fragen beantwortet. Denn im dem Museum werden 300 Jahre Alltagsgeschichte lebendig. Zu sehen sind etwa ein Bauernhof aus dem 19. Jahrhundert, ein Dorf aus den 1930er-Jahren oder ein nachgebautes Dorf um 1700. Insgesamt gibt es rund 30 alte oder rekonstruierte Gebäude. Gezeigt werden Aspekte des Landlebens in den schottischen Highlands. Alles sehr anschaulich und lebensecht. Man kann einem Uhrmacher bei der Arbeit zuschauen oder Märchenerzählungen lauschen. Hier grasen Schafe und Pferde, es gibt Enten und andere Nutztiere. Ohne weiteres lässt sich hier ein ganzer Tag verbringen.

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