Stiller Garten, städtische Inseln: LONDON

Echte Frösche statt Schauspiel-Löwen: Phoenix Garden in West End

In London’s Westend in Hörweite vom Musicalviertel, wo Der König der Löwen oder Das Phantom der Oper jeden Abend Tausende Besucher anziehen, gibt es einen ganz ruhigen Ort: den Gemeinschaftsgarten Phoenix. Hier, mitten in London zwischen Soho und Covent Garden, blühen Wildblumen, fühlen sich Bienen, Vögel und sogar Frösche wohl.

Geöffnet ist in der Regel täglich von 9 bis 16 Uhr. Der Garten wird von Freiwilligen gepflegt und das unter schwierigen Bedingungen: Denn er trocknet sehr schnell aus. Gegossen wird trotzdem so gut wie nie, beteuern die Hobbygärtner. Ebenso wenig wie Pestizide zum Einsatz kommen. Stattdessen setzen sie Pflanzen, die mit diesen kargen Bedingungen zurecht kommen und halten diese in Form. Hübsch ist es allemal!

 

Am Rande von Kew Gardens: Ein stilles Cottage mitten in der Stadt

Die Royal Botanic Gardens Kew oder auch kurz Kew Gardens genannt im Westen Londons locken Besuchermassen an. Vor allem das frisch restaurierte, riesige viktorianische Gewächshaus ist ein Publikumsmagnet.


Das Palmenhaus in Kew Gardens // Foto © VisitBritain / Andrew Pickett

Wer einen ruhigeren Ort in der Nähe sucht, kann Queen Charlotte's Cottage aufsuchen. Das hübsche kleine Landhaus steht im südwestlichen Teil der Kew Gardens. Gelebt hat hier nie jemand, die königliche Familie hatte es viel mehr genutzt, um sich auf Spaziergängen durch die Kews auszuruhen oder zu erfrischen. Auf dem Gelände neben dem Landhaus wurden im 18. Jahrhundert allerhand exotische Tiere gehalten, darunter auch Kängurus. Heute ist aus der einstigen Koppel ein hübscher Blumengarten geworden, der vor allem im Frühjahr wegen des Blumenmeeres aus blauen Hasenglöckchen sehr eindrucksvoll ist. Queen Charlotte's Cottage ist im Frühling und Sommer für Besucher geöffnet.

 

Eine Insel der Ruhe: Eel Pie Island in Twickenham

Auf dieser 3,5 Hektar großen Insel in der Themse in Twickenham gibt es nur rund 50 Häuser und etwa 120 Bewohner. Es gibt hier weder Autos noch Fahrräder und erreichen kann man das Eiland nur über eine Fußgängerbrücke oder per Boot.

Doch so beschaulich war es hier nicht immer. In den 1960er- und 70er-Jahren war Eel Pie Island bekannt als Mekka für Blues- und Jazzmusiker. Es gab Musikstudios, Konzerte und Hippies. In dem Ballhaus des inzwischen niedergebrannten Inselhotels traten auch Bands wie The Rolling Stones und The Who auf.

Doch heute ist es hier wunderbar friedlich. Vögel zwitschern, Blumen duften, Teile der Insel sind Naturschutzgebiet. Viele bildende Künstler haben hier ihre Studios. Sie schätzen die Ruhe und sind nicht sonderlich erpicht auf Besucher. Zweimal im Jahr bei den Open Studios allerdings öffnen sie ihre Werkstätten für die Öffentlichkeit.

 

Sehr gemütlich: Ein Spaziergang am Regent’s Canal

Beinahe vergisst man, dass man mitten in einer Metropole ist, wenn man die knapp vier Kilometer am Regent’s Canal entlang von Little Venice bis nach Camden Market spaziert. Wer mehr über die traditionellen Kanalboote erfahren möchte, die hier ankern, kann später das London Canal Museum nahe King’s Cross besuchen. Besonders schön auf dem Kanal-Spaziergang ist das Stück, das durch den Regent’s Park und seine schön gestalteten Gärten führt. Wer abends hier entlangkommt, sollte einen Abstecher zum Open Air Theatre im Park machen und eine Vorstellung besuchen.


Der Regents Canal in London // Foto © VisitBritain / Kiyoshi Sakasai

Ansonsten geht es weiter am Wasser entlang, vorbei am London Zoo. Zur Linken ist Primrose Hill zu finden mit seinen exklusiven Boutiquen, Restaurants oder Bioläden, die allesamt gern auch von Prominenten aufgesucht werden. Spätestens der Besuch von Camden Market mit seinen bunten Läden und wuseligen Ständen bringt einen wieder Zurück ins aufregende Hier und Jetzt der Großstadt.

 

Wildnis in der Metropole: Hampstead Heath

Grünflächen und Parks hat London einige, doch nichts ist vergleichbar mit Hampstead Heath: Hier im Norden Londons hat man öfter einmal das Gefühl, in der wilden Natur zu sein. Dabei liegt der beliebteste Park der Stadt nur eine 20-minütige U-Bahnfahrt vom Zentrum entfernt.

Urig wirkt der alte Baumbestand, es gibt mehr als 30 Teiche, weitläufige Wiesen und der knapp 100 Meter hohe Parliament Hill bietet einen großartigen Blick auf die Stadt. In den Park kommen die Londoner vor allem, um zu picknicken, auszuspannen oder Sport zu treiben. Neben einem unbeheizten Freiluftbad, das das ganze Jahr über geöffnet ist, gibt es auch drei Schwimmteiche. Besichtigen kann man das Herrenhaus Kenwood mit seiner prächtigen Kunstsammlung. Und auch ein Besuch von Hampstead selbst lohnt sich: Idyllisch wie ein Dorf wirkt das Viertel rund um die U-Bahnstation Hampstead. Neben der High Street mit ihren Cafés und Shops lohnt es sich auch, durch die kleinen, hübschen Seitenstraßen zu schlendern.

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