Südwest-Wales: Natur pur und viel zu Entdecken

Pembrokeshire – der südwestlichste Zipfel von Wales hat viel zu bieten – perfekt für einen abwechslungsreichen Urlaub zwischen dramatischen Klippenlandschaften, traumhaften Sandstränden, zauberhaften Fischerdörfern und beeindruckenden Burgen, die von längst vergangenen Zeiten erzählen.

1. Spektakuläre Wanderungen

Wer gerne wandert, findet in Wales eine Vielzahl an Wanderwegen. Wer nicht gerne wandert, wird es in Wales lieben lernen. Besonders spektakulär sind die Wanderungen auf dem Küstenpfad. Immer das Meer im Blick – bei Flut tosend gegen die Klippen schlagend, bei Ebbe sanft als Kulisse hinter den weitläufigen Sandstränden. Bei jeder Biegung eröffnen sich neue atemberaubende Aussichten auf die Küstenlandschaft. So wir die Tour garantiert niemals langweilig und die Fotomotive gehen nie aus.

Unsere Lieblingstour führt von Marloes Sands um St Ann's Head und wieder zurück. Mit ein bisschen Glück kann man in den Buchten Seehunde entdecken. Hier lohnt es sich, ein Fernglas mitzunehmen.

2. Papageientaucher auf Skomer Island

Wer einmal Papageientaucher aus der Nähe sehen möchte, hat auf Skomer Island gute Chancen. Dort brüten ab April etwa 6.000 Paare und verlassen im August die kleine Insel. Pro Tag dürfen nur 250 Besucher auf die Insel kommen. Wer Skomer in der Hochsaison besuchen möchte, sollte die Tour möglichst vorher buchen. Ansonsten besteht immer noch die Möglichkeit, eine Bootstour um die Insel zu machen. Uns war das Papageientaucherglück nicht hold. Am Vortag wurden noch einige Paare auf der Insel gesichtet – bei unserem Besuch waren alle ausgeflogen. Dennoch hat uns die landschaftlich reizvolle Bootstour sehr gut gefallen und wir wurden mit dem Blick auf eine große Seehundkolonie entschädigt – alles kann man eben nicht haben…

3. Die Traumstrände

Zugegeben – beim Blick auf die oft karibisch anmutenden Strände vergisst man gerne, dass das Wasser in Wales ziemlich kalt ist und das Wetter eher rau ist. Dafür kann man hier kilometerlange Strandspaziergänge machen und sich den Wind um die Nase wehen lassen. Allerdings sollte man bei allen Unternehmungen am Strand stets die Gezeiten im Blick behalten und sicherstellen, dass einem die Flut nicht den Weg zurück zum Strand versperrt. Gezeitentabellen befinden sich an den Strandeingängen und man kann sich online oder über diverse Apps informieren.

Besonders gut hat uns der Strand Freshwater West mit seiner herrlichen Dünenlandschaft gefallen – aber jeder Strand hat seinen ganz besonderen Reiz.

4. Surfen

Surfer finden im Südwesten beliebte Spots – und auch Anfänger kommen hier voll auf ihre Kosten. Surfkurse lassen sich auch kurzfristig buchen. Sie dauern in der Regel jeweils ca. 3 Stunden und die Surfschüler werden je nach Vorkenntnissen in Gruppen eingeteilt. So kann jeder für sich ausprobieren, ob Surfen die passende Sportart für ihn ist. Neoprenanzüge und Surfbretter sind übrigens im Kurspreis inklusive.

Besonders beliebt ist Manorbier Beach. Wenn nur ein Teil der Familie surft, finden auch Nichtsurfer hier eine Vielzahl von Möglichkeiten – ob eine Rast am Strand, eine Wanderung entlang des Coast Path oder ein Besuch im Manorbier Castle, das majestätisch über dem Strand thront – Langeweile kommt hier ganz sicher nicht auf.

5. Die Burgen

Wer alte Gemäuer liebt, wird in Wales auf jeden Fall fündig. Unzählige trutzige Burgen säumen die Küste und wachen über das hügelige Hinterland. Jede einzelne zeugt von längst vergangenen Zeiten und lohnt einen Besuch.

Die Burg von Manorbier thront über dem gleichnamigen Strand. Innerhalb der Burgmauern verbirgt sich ein nettes kleines Café und bei schönem Wetter kann man im Garten sitzen und die einzigartige Atmosphäre genießen. Was diese Mauern wohl alles zu erzählen hätten?

Anschließend lohnt sich die Besichtigung und ein Gang über die Burgmauern – von dort oben hat man einen traumhaften Blick über die Bucht.

Auch die mächtige Burg im Herzen von Pembroke lohnt einen Besuch – ein kleiner Pfad führt rund um die Außenmauern und bietet immer wieder beeindruckende Blicke auf die Burg.

6. Die Dörfer

In Pembrokeshire gibt es zahlreiche malerische Dörfer. Bunte Cottages, kleine Shops und Cafés, Burgruinen und idyllische Fischerhäfen – es gibt so viel zu entdecken! Besonders lohnenswert ist ein Besuch in Tenby und St Davids.

Die Autorin Antje Gerstenecker berichtet auf Ihrem Blog Meehr-erleben.de von ihren Reisen. Großbritannien ist dabei eines ihrer Lieblingsziele. Sowohl ihr Blog als auch ihre Cornwall-Reiseführer bieten Inspiration und Tipps für die Urlaubsplanung.

20 Aug 2021(last updated)

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