Weiße Strände, wilde Berge: WALES

Einer für alle: wandern, paddeln, schauen im Snowdonia Nationalpark

Der älteste Nationalpark in Wales ist ein Abenteuerspielplatz für Kletterer und Mountainbiker. Man kann es aber auch ruhig angehen lassen und den 1085 Meter hohen Mount Snowdon, dem der Nationalpark im Norden Wales’ seinen Namen verdankt, im Zug sitzend hochzuckeln. Zwei Stunden dauert diese Fahrt. Für den teils sehr anspruchsvolle Aufstieg zu Fuß benötigt man je nach Route mindestens drei Stunden. Oben angekommen hat man einen fantastischen Blick, der bei klarem Wetter sogar bis zur Insel Isle of Man reicht.

Ein recht gemütlicher Wanderweg im Süden des Parks ist der Mawddach Trail. Er führt über 15 Kilometer entlang des Flusses Mawddach und einer stillgelegten Bahnstrecke vom hübschen Städtchen Dolgellau bis nach Barmouth. Wer Wassersport mag, ist im östlichen Snowdonia Nationalpark richtig: Auf dem Bala Lake, dem größten natürlichen See in Wales, kann man Segeln, Kajakfahren oder Stand-Up-Paddeln.

 

An der Küste entlang: Wales Coast Path

Der Wales Coast Path ist der erste Küstenwanderweg weltweit, der die komplette Küstenlinie eines Landes umfasst. Blau-gelbe Schilder, deren Logo eine Mischung aus Muschelschale und Drachenschweif darstellen, kennzeichnen diesen Wanderweg. Unterwegs sieht man einsame Sandstrände, schroffe Klippen, hübsche Wildblumen und unzählige Seevögel.

Man muss sich ja nicht gleich die gesamten 1400 Kilometer des Coast Path vornehmen. Ein sehr schöner Abschnitt führt über rund 20 Kilometer von der Whitesands Bay in das Hafendorf Solva in der Grafschaft Pembrokeshire. Unterwegs lohnt sich ein Abstecher nach St Davids, der kleinsten Stadt Großbritanniens – schon wegen der beeindruckenden, normannischen Kathedrale, die weitestgehend aus dem 12. Jahrhundert stammt und der die Stadt das Recht, sich „city“ zu nennen, verdankt. Seit 2016 wird das Bischofsamt in St Davids übrigens von einer Frau bekleidet.

 

Einzigartige Meeressäuger: Delfin- und Walbeobachtungen

Vor der walisischen Küste sieht man mit etwas Glück immer mal wieder Delfine und andere Meeressäuger auftauchen. Doch wer zwischen April und November eine Bootstour in der Cardigan Bay unternimmt, hat beinahe eine Garantie, Große Tümmler und Schweinswale zu Gesicht bekommen. Denn in der fischreichen Bucht lebt Großbritanniens größte Delfinpopulation. Auch Kegelrobben fühlen sich hier wohl und etwas weiter draußen Minkwale, Finnwale und sogar Riesenhaie, selbst Orkas ziehen manchmal durch.

 

Am besten beginnt man mit einem Besuch des Cardigan Bay Marine Wildlife Centre, das viel Wissenswertes über den Lebensraum der Meeressäuger vermittelt. Wer nicht mit dem Boot hinausfahren will, kann sich auch auf dem Hafenkai von New Quay ein schönes Plätzchen suchen und hat von dort ebenfalls gute Chancen, Delfine zu sehen.

 

Weiße Strände ohne Ende: Halbinsel Glower

Wenn Wales etwas reichlich hat, dann sind das weiße Sandstrände. Einige der schönsten liegen nicht weit von Swansea auf der Halbinsel Gower. In den kleinen geschützten Buchten der Three-Cliffs-Bay beispielsweise kann man im Sommer baden.

 

Noch schöner und einsamer ist der weiter westlich gelegene Strand von Rhossili Bay. Der Sand hier ist goldfarben und der Strand erstreckt sich über eine Länge von fast fünf Kilometern. Rhossili war einer der Lieblingsorte des jungen Dichters Dylan Thomas und gilt als einer schönsten Strände in ganz Großbritannien. Wenn man die Gezeiten richtig abpasst, kann man bei Ebbe von hier einen Spaziergang hinüber zur Insel Worm’s Head machen – ‚worm‘ ist ein altes Wort für Drachen, denn die Form der Insel erinnert von weitem betrachtet an eine gigantische Seeschlange oder einen Drachen. 

 

Wie früher: Mit der Dampflok durch Mittel-Wales

Gemütlicher als bei einer Fahrt mit der dampfbetriebenen Schmalspurbahn Welshpool and Llanfair Light Railway kann man die Landschaft kaum an sich vorüberziehen lassen: Los geht die 26-Kilometer-Tour am Stadtrand von Welshpool in der Grafschaft Powys. Seit dem Jahr 1903 fährt diese kleine Bahn hier bereits. Heute allerdings nur noch für Touristen. Die Zugfahrt führt bis hinein ins Banwy Tal und während von den umliegenden Hügeln das Tuten der Lokomotive widerhallt, sieht man links und rechts grüne Weiden, kleine Flüsse und tuckert über alte Viadukte.

 

Zurück in Welshpool kann man noch einen Abstecher zum Powis Castle unternehmen und in den Gärten des mittelalterlichen Schlosses schwelgen: die kunstvoll-bizarr geschnittenen Hecken und der Garten im italienischen Terrassenstil sind eine absolute Augenweide.

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