Großbritanien in Kürze
Großbritannien war die führende Industrie- und Seemacht des 19. Jh. und spielte eine führende Rolle bei der Entstehung der parlamentarischen Demokratie und in der Weiterentwicklung von Literatur und Wissenschaften.
Neolithikum, Bronze- und Eisenzeit: 8300 v.Chr. – 42 n. Chr.
‚Großbritannien‘ existierte bis 6.500 v. Chr. Nicht, denn erst ab dann wurde der Kanal geformt, der Großbritannien vom Rest Europas abtrennt. Die ersten Siedler waren Sammler und Jäger, die den Großteil ihres Lebens umherziehend auf der Suche nach Nahrung verbrachten. Ab ca. 750 v.Chr. wurde in Großbritannien verwendet, was die Produktion von entwickelten Werkzeugen und Waffen ermöglichte.
Das römische Britannien: 43 – 1065 n.Chr.
43 v. Chr. Überquerte die römische Armee den Kanal und schlug schnell jeden Wiederstand der örtlichen Stämme nieder. Die Römer gründeten Londinium (London) und bauten im ganzen Land Militärstraßen. Innerhalb von zehn Jahren reichte die römische Herrschaft tief in englisches und walisisches Gebiet hinein. Der römische Lebensstil wurde bis ins 5. Jh. gepflegt, danach wurden die Briten sich selbst überlassen.
Anglo-Normannen & Mittelalter: 1066 –1347
1066 marschierte Wilhelm der Eroberer in Britannien ein und schlug in der Schlacht von Hastings König Harold, der der Legende nach vom einem Pfeil durch das Auge getötet wurde. Wilhelm regierte über England und Schottland, wobei er das bestehende Klassensystem radikal änderte und Französisch als offizielle Landessprache einführte.
Spätes Mittelalter: 1348 - 1484
Die Pest, auch schwarzer Tod genannt, erreichte England 1348, breitete sich schnell bis Wales und Schottland aus und dezimierte die Einwohnerzahl bis Ende 1350 um ein Drittel. Bis ins 17. Jh. trat die Pest immer wieder auf und fügte der Wirtschaft des Landes großen Schaden zu. Um die verheerenden Auswirkungen der Pest zu bekämpfen, versuchten die herrschenden Klassen die wirtschaftliche Stabilität durch parlamentarische Gesetzgebung wieder herzustellen.
Georgians: 1714 - 1836
Nach dem Tod von Königin Anne bestieg Georg I. den Thron. In seine Regierungszeit fiel die Schaffung des Amtes des Premierministers, obwohl dieser Titel damals noch nicht verwendet wurde. Sir Robert Walpole übernahm die Rolle eines Ersten Ministers aufgrund seiner Verdienste um das Wirtschaftswachstum des Landes.
Viktorianisches Zeitalter: 1837 - 1900
Victoria, die am längsten herrschende britische Monarchin, kam 1837 im Alter von 18 Jahren auf den Thron. Während ihrer Herrschaft kam es zu einer Reihe von konstitutionellen Änderungen und der Geist dieser Änderungen führte zur Veröffentlichung der „People’s Charter“, in der sechs Forderungen wie das allgemeine Wahlrecht oder jährliche Wahlen erhoben wurden. Diese Charta wurde im Parlament zwar abgelehnt, aber heute sind fünf der sechs Forderungen fester Bestandteil der britischen Verfassung.
Frühes 20. Jh.: 1901 - 1944
Das frühe 20. Jh. War gekennzeichnet durch wissenschaftliche und technologische Fortschritte, die in früheren Epochen undenkbar waren. Dazu zählen etwa die Erfindung des Fernsehens durch die EMI-Marconi Corporation und die nachfolgende Gründung der British Broadcasting Company (BBC); die Entdeckung des Penizillins durch Alexander Fleming und die Entdeckung der Struktur des Atoms.
Nachkriegszeit: 1945 - 2010
1945 gewann die Labour Party zum ersten Mal die Wahlen, während ihrer Regierungszeit wurde der National Health Service gegründet, was viele als die größte Errungenschaft Labours betrachten. Zwar blieben für längere Zeit noch Rationierungen bestehen, aber die Ära war durch großen Enthusiasmus und Zukunftshoffnungen geprägt. Großbritannien war mit einer ökonomischer Krisen konfrontiert, ist heute aber immer noch eines der weltweit führenden handels- und Finanzzentren.
Mehr Informationen zur britischen Geschichte erhalten Sie auf der Webseite BBC - British History.