London: Gräber, Grabungen und Tempelritter

1. Nicht nur zum Anschauen: Kronjuwelen im Tower of London

Der Tower of London ist über die Jahrhunderte betrachtet der wohl geschichtsträchtigste Ort der englischen Hauptstadt: Die berühmte Burg war schon Zoo für exotische Tiere, Münzprägestätte und Ort für Exekutionen. Im historisch bedeutsamen Jahr 1066 erbaut, stehen manche Mauern bald an die 1000 Jahre. Funkelnder Besuchermagnet sind die Kronjuwelen, die in den Waterloo Barracks ausgestellt sind. Dazu zählen die mit Tausenden Diamanten und Juwelen verzierten Kronen, Zepter, Reichsäpfel und Schwerter des Königshauses. Und wenn die nächste Königskrönung ansteht, werden diese wertvollen Insignien tatsächlich wieder getragen – das ist europaweit einzigartig. Beim nächsten Mal sieht man also die ausgestellte St. Edwards-Krone wahrscheinlich bei der TV-Liveübertragung der Krönung von Charles wieder. Oder vielleicht doch von jemand anderem?

 

2. Nachts im Museum: Natural History Museum

Allein schon das Gebäude in Kensington ist einen Besuch wert: Im prunkvollen romanisch-byzantinischen Stil gehalten und erbaut im Jahr 1860 ist das Natural History Museum eine wahre Augenweide. Außerdem ist es eines der größten naturhistorischen Museen der Welt: Rund 70 Millionen Exponate gehören zur Ausstellung, darunter bedeutende Dokumente der Wissenschaftsgeschichte, Fossilien oder sogar das Skelett eines Blauwals. Im Darwin-Centre des Museums findet man noch von Charles Darwin per Hand beschriebene Etiketten. Eine besondere Art das Museum zu erleben, ist es dort zu übernachten. Seit einiger Zeit gibt es auch für Erwachsene die Möglichkeit dazu. Zum Event Dino Snores gehören ein Drei-Gänge-Menü und Livemusik.

 

3. Alles über London: Museum of London

Die Römer, das Mittelalter, der Große Brand, die ständig wachsende Stadt: Im Museum of London erfährt man wirklich alles über die Stadt, was historisch relevant ist – von prähistorischer Zeit bis heute. Und das ist alles andere als langweilig. Ein besonders spektakuläres Exponat ist der riesige Kessel, in dem die Olympische Flamme 2012 brannte. Faszinierend ist auch The Centre for Human Bioarchaeology, das zum Museum gehört. Hier werden die Londoner bis auf die Knochen untersucht: Wissenschaftler haben hier mehr als 20.000 uralte menschliche Skelette, die archäologisch geborgen wurden, als Forschungsgegenstand. Es werden sogar Abendkurse für Besucher angeboten. Bei Close to the Bones erfährt man viel über die Arbeit des Centers und lernt am praktischen Beispiel etwas über die Identifizierung von Knochen.

 

4. Wo sich die Tempelritter trafen: Temple Church

Beim Besuch der Temple Church springt sofort die Fantasie an: Im Rundbau der Kirche mit den freistehende Marmorsäulen sollen die Tempelritter im Mittelalter ihre geheimen Initiationsriten abgehalten haben. Der andere Teil der Kirche ist der rechteckige Altarraum. Temple Church wurde im 12. Jahrhundert als Hauptkirche der Tempelritter in England errichtet. Auch heute wird sie als Kirche genutzt und kann gegen Einritt besichtigt werden. Außergewöhnlich sind die zehn liegenden Ritter-Plastiken und die grotesken Porträtköpfe an den Wänden – solche Gargoyle findet man für gewöhnlich nicht innerhalb einer Kirche. Auch wenn anders als im Bestseller-Roman von Dan Browns „The Da Vinci Code“ behauptet, hier nicht der Heilige Gral versteckt ist, ist die Kirche historisch bedeutend. Hier geführte Verhandlungen führten zur Unterzeichnung der Magna Carta im Jahr 1215.

 

5. Karl Marx’ letzte Ruhestätte: Highgate Cemetery, Camden

Der berühmteste Friedhof Londons liegt im Norden der Stadt. Als Highgate 1839 eröffnete, ließen sich dort vor allem Gutsituierte begraben. Und so liegen auf dem Friedhof etliche bekannte Persönlichkeiten: Das berühmteste Grab mit großer Büste ist das von Karl Marx. Auch der Autor Douglas Adams („Per Anhalter durch die Galaxis“) hat in der East Cemetery seine letzte Ruhestätte. An seinem Grab steht stets ein Glas mit Kugelschreibern, das von Fans immer wieder befüllt wird. Während man die East Cemetery gegen Eintritt auch auf eigene Faust erkunden darf, ist der Zugang zur älteren West Cemetery nur im Zuge einer Führung möglich. Dort stehen wunderschöne Grabmale, Mausoleen und Monumente. Der Maler Lucien Freud liegt dort begraben. Genau wie Sänger George Michael – dessen Grab ist für die Öffentlichkeit allerdings nicht zugänglich.

Highgate cemetery

 

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