Englands Geschichte(n) erleben

1. Für Sonnenanbeter: Stonehenge

So beeindruckend die gewaltigen Megalithe von Stonehenge heute auch aussehen: Sie sind lediglich ein Rest der ursprünglichen Anlage. Die berühmtesten Steinkreise der Welt geben Forschern bis heute Rätsel auf, was einen großen Teil der Faszination für den Ort ausmacht. Stonehenge ist wohl in drei Phasen zwischen 3100 und 2000 v. u. Z. entstanden, wahrscheinlich ist die Anlage aber wesentlich älter. Im Laufe der Zeit war sie Tempel, Ritualplatz und Begräbnisstätte. Die Steine sind nach dem Stand der Sonne ausgerichtet – zur Sommer- und Wintersonnenwende kommen Zehntausende Besucher her, um den Sonnenaufgang trommelnd zu begrüßen. Doch auch sonst lohnt sich ein Besuch: Außer den eigentlichen Steinkreisen gibt es ein modernes Besucherzentrum mit Ausstellungen und interaktiver Technologie. Und das Neolithic Village veranschaulicht, wie das Leben vor Tausenden Jahren ausgesehen haben mag.


Stonehenge  der wohl berühmteste Steinkreis der Welt // Foto © VisitBritain / Craig Easton

2. Historische Schlacht: Battle of Hastings

Das Jahr 1066 veränderte Englands Geschichte grundlegend: Bei der Schlacht von Hastings besiegte der normannische Herzog Wilhelm der Eroberer den angelsächsischen König Harald II. Das Schlachtfeld können Besucher heute auf einem Rundweg mit Skulpturen besuchen – mittels Audioguide wird die mittelalterliche Schlacht, die viele Stunden dauerte und viele Opfer forderte, anschaulich erzählt. Am besten schaut man sich vor dem Rundgang den Film im Besucherzentrum an. Als Buße ließ Wilhelm wenige Jahre nach der Schlacht vor Ort eine Klosteranlage errichten. Der Altar wurde nach seinen Anweisungen genau dort erbaut, wo Harald gestorben war. Heute sind noch Ruinen der Abtei zu sehen. Immer zum Jahrestag am 14. Oktober wird in Hastings die Schlacht von Laiendarstellern nachgestellt.

 

3 Auf den Spuren der Geschichte: Wandern entlang des Hadrians Wall

Dass man ein 2000 Jahre altes Monument entlangwandern kann, eine solche Gelegenheit bietet sich nicht oft. Der Hadrian’s Wall Path, ein Wanderweg im Norden Englands, erstreckt sich über 135 Kilometer. Ehrfürchtig kann man den langen Schutzwall ablaufen, den der römische Kaiser Hadrian ab 122 n. Chr. innerhalb von nur sechs Jahren von etwa 15.000 Männern zum Schutz vor kriegerischen keltischen Stämme bauen ließ. Auf dem landschaftlich schönen Wanderweg stößt man immer wieder auf die römische Vergangenheit: Sehenswert ist das Kastell Vindolanda in Northumberland, ein ehemaliges römischen Fort, in dem bis heute archäologisch gegraben und geforscht wird. Hier wurden einzigartig gut erhaltene antike Schreibtafeln entdeckt. Besucher können in Vindolanda gegen Gebühr als Freiwillige Helfer sogar an mehrwöchigen Ausgrabungen teilnehmen.


Am Hadrianswall kann man entlang von 2.000 Jahren Geschichte wandern // Foto © VisitBritain / Thomas Heaton

4. Codes und geheime Missionen: Bletchley Park

Spätestens seit dem Hollywoodfilm „The Imitation Game“ mit Benedict Cumberbatch in der Rolle des englischen Mathegenies Alan Turing und Keira Knightley als seiner Mitarbeiterin, ist Bletchley Park weltberühmt. Während des Zweiten Weltkriegs arbeiteten hier etwa 9000 Angestellte, um deutsche Codes zu knacken und die Geheimtexte der Verschlüsselungsmaschine Enigma zu dechiffrieren: In den Räumen des Anwesens standen Hunderte schrankgroßer Maschinen. Alles war streng geheim, niemand durfte über diese Arbeit reden! Heute nun ist das imposante englische Herrenhaus nordöstlich von London ein Museum. Und gibt das ein oder andere Geheimnis preis über Alan Turing und seine Kollegen, die einen enorm wichtigen Beitrag zum Ende des Zweiten Weltkriegs leisteten.


Bletchley Park in Buckinghamshir, England // Foto VisitEngland / Bletchley Park

5. Wo die Pocken besiegt wurden: Dr. Jenner’s House, Berkeley, Gloucestershire

Allein das denkmalgeschützte Herrenhaus und der Garten sind hübsch, doch Medizingeschichte wurde in einer kleinen Hütte hinterm Haus geschrieben. Dort entwickelte der Landarzt Dr. Edward Jenner Ende des 18. Jahrhunderts die Pockenschutzimpfung. Wie er dabei vorging, ist aus heutiger Sicht ethisch bedenklich, doch das Ergebnis für die Forschung revolutionär: Man hatte beobachtet, dass Melkerinnen, die an Kuhpocken erkrankten, sich nicht mit den Menschenpocken ansteckten. Jenner infizierte den Landjungen James Phipps zunächst mit Kuhpocken – er zeigte Krankheitssymptome. Als er ihn sechs Wochen später ein Sekret der richtigen Pocken verabreichte, erkrankte der Junge nicht. Eine bahnbrechender Erfolg, der den Weg dazu ebnete, dass die Weltgesundheitsorganisation die Pocken 1980 für ausgerottet erklären konnte.

Newsletter bestellen

Newsletter bestellen

Wenn Sie unseren kostenlosen VisitBritain Newsletter abonnieren, gehören Sie zu den ersten, die interessante Infos aus der Reisewelt, exklusive Berichte über Top-Events und neue Sehenswürdigkeiten sowie tolle Angebote erhalten.

Das britische Fremdenverkehrsamt mit der Geschäftsbezeichnung VisitBritain bewahrt Ihre Angaben sicher auf und verkauft diese nicht an Dritte weiter. Einzelheiten dazu, wie wir Ihre Angaben speichern und nutzen, entnehmen Sie bitte unserer Datenschutzerklärung. Falls Sie unsere Emails nicht mehr bekommen möchten, können Sie jederzeit mit uns Kontakt aufnehmen oder sich über den Link abmelden, der in jedem Newsletter enthalten ist.