Wales: Ein weltberühmtes Bücherdorf und ein großer Dichter

1. Bücher über Bücher: Hay-on-Wye, Powys

Nicht einmal 2000 Menschen leben in Hay-on-Wye an der Grenze zu England und doch ist der Ort weltweit berühmt für seine Buchläden und Buchantiquariate. Knapp 30 Buchläden gibt es dort. Das ist kein Zufall: Schon als Richard Booth 1961 seinen ersten Buchladen in einer alten Feuerwache eröffnete, hatte er die Idee, Hay-on-Wye in ein Mekka für Buchliebhaber zu verwandeln. Heute gibt es eine Reihe von Shops, die sich spezialisiert haben, etwa auf rare Ausgaben oder Kinderbücher. In anderen Läden findet man bunte Mischungen aus neuen und gebrauchten Werken. Beliebt sind die „Honesty Bookshops“, das sind für jedermann frei zugängliche Regale voller Bücher mit einer Kasse des Vertrauens. Der bekannteste ist jener an der Schlossmauer. Den Höhepunkt des Jahres im Bücherdorf bildet das Hay Literary Festival, bei dem hochkarätige Künstler und Buchenthusiasten zusammenkommen.

  

2. Ganz viel Kunst und Handwerk: Craft in the Bay, Cardiff

Ungewöhnliche Möbel, exklusive Ledertaschen, Schmuck oder Keramik: Die Arbeiten der allerbesten walisischen Kunsthandwerker sind in Craft in the Bay in Cardiff zu sehen – und zu kaufen. In dem verglasten Gebäude wechseln die Ausstellungen mehrmals pro Jahr. Besucher können hier nicht nur stöbern, sondern sich auch vorab auf der Website für Workshops anmelden – und sich beispielsweise im Töpfern ausprobieren oder Textildrucke mit Pflanzenfarben anfertigen. Gleich gegenüber von Craft in the Bay steht das Wales Millenium Centre, wo Theaterstücke oder Opern aufgeführt werden. Überhaupt hat Cardiff, die Hauptstadt von Wales, eine lebendige Kunstszene mit vielen hochkarätigen Galerien. Und das National Museum Cardiff zeigt Werke aus 500 Jahren Kunstgeschichte und hat eine der besten Sammlungen impressionistischer Kunst in ganz Europa.


Wales Millenium Centre in Cardiff // Foto von AndrewPickettPhoto.com

3. Traditionelle Handarbeit neu belebt: The Welsh Quilt Centre, Ceredigion

Seit einigen Jahren besinnt man sich in Wales wieder auf die Handarbeit des Quiltens: Dazu beigetragen hat das Welsh Quilt Centre in Ceredigion, das die Quiltsammlerin und Historikern Jen Jones vor rund zehn Jahren eröffnet hat. In dem Museum sieht man nicht nur wunderschön gearbeitete Quilts aus dem 19. und 20. Jahrhundert, sondern auch moderne Arbeiten mit geometrischen Mustern und knallig-bunten Farben. Klassische walisische Quilts haben in der Mitte oft ein zentrales Motiv, etwa einen Kreis oder ein diamantförmiges Viereck, oft wurden in den vergangenen 200 Jahren drumherum Kreise und Spiralen gesteppt. Vor allem der Süden von Wales ist berühmt für seine Quilts. Jen Jones sammelt sie seit den 1970er-Jahren. Das Welsh Quilt Centre bietet auch Workshops an, in denen man die Kunst des Quilt-Nähens lernen kann.

 

4. Auf Dylan Thomas’ Spuren: in Swansea

Swansea, an der südlichen Küste von Wales und nicht weit von der schönen Gower Halbinsel entfernt, ist eine eher beschauliche Stadt und keine kulturelle Metropole. Allerdings kann sie einen weltberühmten Sohn vorweisen: den Dichter Dylan Thomas. Die „hässliche, aber liebenswerte Stadt“ nannte er Swansea, wo er die Hälfte seines kurzen Lebens verbrachte. Heute kann man das sorgfältig restaurierte Geburtshaus des Autoren, der Gedichte, Essays und das preisgekrönte, weltberühmte Theaterstück „Unter dem Milchwald” schrieb, besichtigen. Und das sehenswerte Dylan Thomas Centre zeigt mit Love the Words eine interaktive Dauerausstellung, die das Leben des Künstlers dokumentiert. Das Museum und Kulturzentrum ist im ehemaligen Rathaus zu finden und umfasst Briefe, Manuskripte und Tonaufnahmen des Schriftstellers.


Dylan Thomas Boathouse 

 

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