Kulinarische Tipps für Schottland

Whisky, Islay

In Schottland entstehen die besten Whiskys der Welt. Die Produkte der knapp 130 Brennereien unterscheiden sich geschmacklich unter anderem dadurch, wo sie entstehen, ob in den Highlands, den Lowlands oder auf den Inseln.

Die bekannteste schottische Whisky-Insel ist Islay an der Westküste. Hier gibt es acht Brennereien und es entstehen besonders kräftige, rauchige Sorten. Die Voraussetzungen sind perfekt auf der 40 Kilometer langen Insel: Auf dem fruchtbaren Boden gedeiht Gerste besonders gut, außerdem gibt es reichlich Torf. Besucher können während der Destillen-Touren bei den Brennereien Laphroaig , Lagavulin oder etwa Bowmore die Whiskyherstellung auf der Insel kennenlernen.


Islay House in Bridgend auf der Isle of Islay, Schottland 

Haggis

Es ist die schottische Spezialität schlechthin: Haggis. Dieses Nationalgericht, eine Art Wurst, schmeckt viel besser als es die Liste seiner Zutaten vermuten lässt: Schafsmagen wird gefüllt mit Leber, Lunge, Niere, Fett, Zwiebeln und Hafermehl. Der Dichter Robert Burns hat 1786 dem Haggis sogar eine Ode geschrieben „The Address to a Haggis“. An Burns Geburtstag, dem 25. Januar, wird in Schottland landesweit das Burns Supper verzehrt, zu dem traditionell Haggis mit Steckrüben (neeps) und Kartoffelstanpf (tatties) serviert wird. Haggis bekommt man aber auch den Rest des Jahres über in vielen schottischen Restaurants – mindestens einmal probieren sollte man schon. Und den meisten schmeckt das richtig gut.


Dores Inn, Loch Ness // Foto © VisitBritain / Andrew Pickett

Cullen Skink

Eine andere schottische Spezialität ist Cullen Skink, eine Suppe aus geräuchertem Schellfisch, Kartoffeln, Milch und Zwiebeln. Ihren Ursprung hat die Suppe in dem Ort Cullen im Nordosten Schottlands, direkt an der Nordseeküste gelegen. Seit 2012 werden in dem Fischerdorf Cullen jährlich im November die Cullen Skink World Championships ausgetragen. Per Blindverkostung wird die beste Schellfischsuppe gekrönt, wobei hier Cullen Skink leicht variiert werden darf (with a twist!) – das Gewinnerrezept wird auf der Homepage von Discover Cullen veröffentlicht.

 

Short Bread

Das beliebteste Gebäck zur „Tea Time“ in Schottland ist Shortbread. Das süße Mürbeteiggebäck wird heute von großen Firmen wie Walkers Shortbread hergestellt und in alle Welt exportiert. Doch gibt es auch wieder kleine Manufakturen, die handgemachtes Shortbread herstellen und in modernen Varianten verkaufen. In Edinburgh ist das zum Beispiel Pinnies & Poppy Seeds.

Die Bäcker verwenden für ihre Kekse ausschließlich lokale Bio-Zutaten. Ähnlich köstlich sind die handgemachten Kekse des Shortbread House of Edinburgh, die ihre Produkte sogar in 20 Länder exportieren.