Glastonbury Tor

Der Glastonbury Tor liegt nahe der gleichnamigen Ortschaft in Somerset. Es handelt sich dabei durch natürliche Erosion entstandenen abgestuften Erdhügel, von den Kelten „Tor“ genannt. Er entstand durch die Erosionen von weichen Erdteilen und wurde bereits in der Eisenzeit von Menschen besucht, wie archäologische Funde belegten. So wurden Werkzeuge aus der Jungsteinzeit auf der Hügelspitze entdeckt, sowie die Ruinen einer Festung aus dem 5. Jahrhundert. Dort wurden hintereinander zwei Kirchen gebaut, von denen die mittelalterliche Kirche St. Michael inzwischen restauriert wurde.

Unzählige Mythen umranken den geheimnisvoll aufragenden Glastonbury Tor.  Die Kelten vermuteten hier den Eingang zum Land der Feen und nannten den damals noch umfluteten Hügel „Ynys yr Afalon“.  Daher besteht auch heute eine starke Assoziation mit dem mythischen Insel Avalon aus der Sage von König Artus und den Rittern der Tafelrunde, insbesondere seit 1911 bei Renovierungsarbeiten in der Abtei von Glastonbury ein Baumsarg entdeckt wurde, in dem angeblich Artus und seine Frau Guinevere begraben lagen. Vom Glastonbury Tor stammt übrigens auch der Ausdruck für eine „Fata Morgana“ nach der Hexe Morgan le Fay - das Naturphänomen kann auch hierdurch die Brechung von Licht durch unterschiedlich temperierte Luftschichten beobachtet werden.

Eine weitere Legende rankt sich um den mystischen Sternentempel, eine riesige Sternenkarte der Sumerer, die sich aus der umgebenden Landschaft zusammensetzen und in der Glastonbury Tor ein wichtiger Punkt sein soll.

 

Wo:

Glastonbury BA6 8BG, Vereinigtes Königreich

Wohin:

Glastonbury liegt in Somerset und ist in unter einer Stunde von Bristol mit dem Auto zu erreichens. Glastonbury Tor ist vom Stadtzentrum aus ausgeschildert und kann auch auf einem etwa halbstündigen Spaziergang zu Fuß von dort aus erkundet werden. Der nächste Bahnhof ist Castle Cary.

Glastonbury Tor